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Produktion und Förderung

Hessen: Wildschweine im Visier

© landpixel
von , am
27.11.2013

In Hessen hat die Zahl der Wildschweine und Wildgänse stark zugenommen. Die Landwirte beklagen Schäden an ihren Ackerkultueren. Nun fordert der Bauernverband eine stärkere Bejagung der Tiere.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Polen angekommen. Der Virus wurde an zwei weiteren toten Wildschweinen nachgewiesen. © Erich Keppler/pixelio
"Wildschweine verursachen in Hessen punktuell erhebliche Schäden in Grünland und an Ackerkulturen. Um diese Schäden zu begrenzen, ist eine stärkere Bejagung von Schwarzwild dringend erforderlich." Mit diesen Worten appellieren der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider, und der Vorsitzende des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Hessen, Armin Müller, an die Jägerschaft in den betreffenden Gebieten.
 
Auch aus tierseuchenhygienischen Gründen bestehe ein großer Handlungsbedarf. Gemeinsames Ziel von Jägern, Jagdgenossen und Landwirten müsse es sein, Schwarzwildbestände auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. "Alle bestehenden Bejagungsmöglichkeiten müssen ausgeschöpft und die Jagd in Feld und Wald besser aufeinander abgestimmt werden", so Schneider und Müller.

Auch Wildgänse werden immer mehr

In Niederungsgebieten und Flussauen bereiteten darüber hinaus Wildgänse Probleme durch Fraßschäden an Raps und Wintergetreide. Dort seien die Jäger ebenfalls gefordert. Abschließend plädieren Schneider und Müller für die Einrichtung eines Fonds, um Landwirten Schäden an Nutztieren oder Kulturpflanzen zu ersetzen, die von in Hessen neu eingewanderten Wildtieren (zum Beispiel Wölfe, Luchse, Bieber und Gänse) verursacht werden.
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