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Produktion und Förderung

Hochwasser: BVVG stundet Pachtraten

von , am
20.06.2013

Berlin - Die BVVG landwirtschaftliche Betriebe, die als Pächter von BVVG-Flächen durch das jüngste Hochwasser betroffen sind, schnell und unbürokratisch entlasten.

Starkregen hat vielerorts zu Überschwemmungen geführt. © Mühlhausen/landpixel
Die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH will die vom Hochwasser betroffenen Landwirte entlasten. Sofern von den Pächtern gewünscht, wird die am 30. Juni 2013 oder 15. August 2013 fällige Pachtrate zunächst bis zum 31. Dezember 2013 je nach Zahlungsmodus entweder nicht eingezogen oder nicht gemahnt, falls die Pachtrate nicht pünktlich überwiesen wird.
 
 
 
 

Einzelfallprüfung je nach Betroffenheit

Sobald die Schäden genauer zu übersehen sind und über die Hilfsmaßnahmen auf Bundes- und Landesebene sowie deren Durchführung abschließend entschieden ist, wird die BVVG das vorläufige Stundungsverfahren in ein Antragsverfahren überleiten. Im Rahmen der dann möglichen Einzelfallprüfung wird je nach dem Grad der Betroffenheit insbesondere entschieden: 
  • ob die Stundung auf weitere Pachtraten ausgeweitet wird,
  • ob und wie lange die Stundung zinslos erfolgen kann,
  • ob die Pacht gemindert oder erlassen wird.

BVVG über Hochwasserschaden informieren

Bis zu dieser endgültigen Entscheidung wird die gestundete Pachtrate zunächst vorsorglich mit zwei Prozent über dem aktuellen Basiszinssatz - zurzeit insgesamt 1,87 Prozent pro Jahr - verzinst. Die betroffenen Landwirtschaftsbetriebe erhalten in den nächsten Tagen zu dem beabsichtigten Vorgehen ein Schreiben. Darin werden sie auch gebeten, der BVVG sobald wie möglich den Eintritt eines Hochwasserschadens formlos mitzuteilen.
Die BVVG wird bei der Durchführung der Entlastungsmaßnahmen wie in früheren Fällen eng mit den zuständigen Landesdienststellen kooperieren, um Doppelarbeit und bürokratischen Aufwand möglichst zu vermeiden.
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