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Produktion und Förderung

Hofreport: Maisaussaat auf dem Betrieb Zirngibl

von , am
30.04.2012

Erich Zirngibl hat vergangene Woche den Mais auf seinem Betrieb ausgesät. Bei der Sortenwahl setzt er auf mittelspäte Sorten.

Vergangene Woche hat Erich Zirngibl - unterstützt von einem Lohnunternehmer - Mais gesät. © Zirngibl
Unterstützt wird er dabei von einem Lohnunternehmer. "Gedanklich beginnt die Maisaussaat für mich im Vorjahr, vor der Ernte", sagt Erich Zirngibl. "Zu diesem Zeitpunkt kann ich mir ein Bild über das Sortenangebot machen und es gleichzeitig in Natura beurteilen. Darüber hinaus beachte ich die amtlichen Versuche. Bei der Sortenwahl ist für mich nicht der Züchtername, sondern die Sorten- und Standortleistung entscheidend."
 
Hauptsächlich baut Zirngibl mittelspäte Körnermaissorten mit der Reifezahl 260 bis 310 an. Aufgrund betrieblicher Erfahrungen kann mit solchen Low-Input Sorten die Stickstoffdüngungsempfehlung laut N-Min des Düngeberatungssystems (DSN) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft reduziert werden, bei gleichbleibendem Ertrag und Qualität.

Auch neue Sorten bekommen eine Chance

"Die späten Sorten zeichnen sich nicht nur durch ein breites Erntefenster aus, sondern auch durch einen geringen Maiszünslerbefall", berichtet Erich Zirngibl. "Anscheinend bevorzugt der Zünsler frühere Sorten."
 
Der Landwirt probiert immer wieder neue Sorten, im Vergleich zu den bereits erprobten aus. Seit mehreren Jahren setzt er die Sorten Susann und Y12 ein. Im Versuch dazu stehen Santacruz, Martinal, Futurixx, Sixxtus, P9027, P0746 und KWS 9361. Das betriebliche Problem dabei ist die Restpflanzenbetonung der Sorten im Hinblick auf das Biogassortiment, berichtet Erich Zirngibl.

Aussaat durch Lohnunternehmer

Nach der Maisaussaat bringt Erich Zirngibl den Mist aus seiner Bullenmast aus. © Zirngibl
Die Aussaat erfolgt 8-Reihig in fünf Zentimetern Tiefe und mit einem Reihenabstand von 75 Zentimetern. Zur Saat wurden 200 Kilogramm DAP pro Hektar als Unterfuß ausgebracht. "Um das Saatbett vorzubereiten, bearbeite ich es mit der Kurzscheibenegge auf rund sechs Zentimetern Tiefe. Nach ausreichendem Niederschlag hatte sich das Saatbett abgesetzt und war optimal für die Maisaussaat. Sie wird auf meinem Betrieb seit 20 Jahren von dem Lohnunternehmen Schmidt/Badmann durchgeführt", berichtet Zirngibl.
 
Nach der Saat wurde der angefallene Mist ausgebracht. Über die Jahre zeigte sich hier positive Abhilfe gegen Austrocknung und Abschwemmung.

Was sonst noch ansteht

Derzeit steht die dritte NAK(Nachauflauf der Rüben im Keimblattstadium der Beikräuter und Gräser) an. Der Rübenbestand wurde durch Schnecken, Mäuse und Nachtfrost dezimiert aber befindet sich noch im Rahmen. Im Winterweizen wurde eine Halmverkürzung durchgeführt. Es sind immer noch Wanderstunden mit der Legeflinte gegen Feldmäuse eingeplant.   

Bullenmast und Ackerbau im Herzen von Niederbayern

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