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Produktion und Förderung

Hofreport/Sachsen-Anhalt: Mit der Raupe in den Regen

von , am
17.08.2013

Die Ackerflächen der AG Weißenschirmbach in Kleineichstädt werden leerer. Seit dem 8. August mähen die drei Drescher des Betriebes an den rund 800 Hektar Winterweizen.


Die Wintergerste? Vom Acker. Der Winterraps? Seit dem zweiten Augustwochenende ebenso. Die Ackerflächen der AG Weißenschirmbach in Kleineichstädt werden leerer. Seit dem 08. August mähen die drei Drescher des Betriebes an den rund 800 Hektar Winterweizen. Beim Drusch am Montag kam noch ein viertes Modell dazu. Die Firma Case kam mit einem Mähdrescher Case IH AF 7230 mit Raupenlaufwerk vorbei. Die AG Weißenschirmbach plant für das kommende Jahr den Kauf zweier neuer Modelle.
 
Die Erträge bei der Wintergerste waren im Vergleich zu anderen Jahren unterdurchschnittlich. Der Raps brachte mit einem Mittel von 47 dt je Hektar einen Spitzenertrag auf den Flächen der AG Weißenschirmbach. Auch die ersten Weizenflächen lassen auf einen guten Gesamtertrag hoffen.
 
Die Erntekette muss bei drei arbeitenden Mähdreschern wie geschmiert laufen. Ein Teil wird dabei auf dem Betriebsgelände gelagert, rund 800 Tonnen werden direkt an die GEKRA- Getreide + Kraftfutter GmbH im benachbarten Reinsdorf geliefert.

Klare Vermarktungsstrategie

Der Wunsch nach gutem Wetter blieb am Montag ein frommer. Gegen 16:00 Uhr fallen die ersten Tropfen, ein weiterdreschen ist nicht möglich. Da muss es schnell gehen, um den bereits geernteten Weizen ins Trockene zu bringen. Auf dem Schubwendetrockner und dem umgebauten Trocknungsanhänger wird dem Erntegut mit Abwärme der Biogasanlage Feuche entzogen. In den Lagerhallen wird gerade noch ein Teil der Rapsernte getrocknet. Große Teile der Gerste warten lagernd auf bessere Preise.
Die betriebseigenen Lagerhallen bieten Platz für rund 3.000 Tonnen Getreide. Dadurch können auch preisliche Täler etwas abgepasst werden. Bei der Vermarktung fährt die AG Weißenschirmbach eine klare Linie. Mit drei Händlern arbeitet der Betrieb bereits schon seit Jahren zusammen. Es herrscht ein Vertrauensverhältnis.
 
Funktionierende Ernteketten, die Vermarktung auf mehrere Beine stellen. In Kleineichstädt hat man sich sowohl auf Wetter- als auch auf preisliche Überraschungen eingestellt.
 
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