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Produktion und Förderung

Hohe Rohstoffkosten: Preise für Futtermittel klettern weiter

von , am
21.01.2011

Bonn - Die Preise für Futtermittel wurden im Januar weiter angehoben - trotz der spürbaren Verunsicherung der Branche aufgrund des Dioxinskandals. Ein Ende der Verteuerung ist nicht in Sicht.

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Der Grund für die weiter anziehenden Preise liegt nach Angaben der Agrarmarkt Informations-GmbH in den hohen Rohstoffkosten und zwar sowohl bei Futtergetreide als auch bei Ölschroten. Ein Ende der Verteuerung ist bislang nicht in Sicht.

So erreichten beispielsweise die US-Sojakurse in dieser Woche den höchsten Stand seit September 2008. Hierzulande bewegen sich die Forderungen für Futtergerste sogar auf dem höchsten Niveau seit April 2008.

Marktpreise für Schweine stürzen ab

Für viele Veredelungsbetriebe stellen die hohen Futterkosten eine hohe Belastung dar. Vor allem die Schweinemäster beklagen stark sinkende Erlöse, da - auch vor dem Hintergrund des Dioxinskandals - die Marktpreise für Schweinefleisch regelrecht abgestürzt sind. Es bleibt daher abzuwarten, ob Mäster auf diese Situation mit Zurückhaltung bei den Einstallungen reagieren.

Schweine-Endmastfutter: 19 Euro mehr je Tonne

Bislang erfolgt der Abruf von Mischfutter noch im normalen Rahmen. Mitunter wird sogar eine kurzfristig anziehende Nachfrage nicht ausgeschlossen, da die Tiere aufgrund der schleppenden Vermarktung länger als üblich im Stall stehen. Milchleistungsfutter mit 18 Prozent Protein verteuerte sich im Januar 2011 gegenüber dem Vormonat im Bundesdurchschnitt um 16 Euro auf 231 Euro je Tonne. Die Forderungen für Schweine-Endmastfutter legten gegenüber Dezember sogar um 19 Euro auf 261 Euro je Tonne zu. Bei Legehennenfutter wurde der Preis im Mittel um 16 Euro auf 296 Euro je Tonne heraufgesetzt, das war rund ein Viertel mehr als im Juli 2010. (AMI)

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