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Pelletpreise fallen deutlich

Holzpellets: Preise stürzen ab - kaufen oder noch warten?

Holzpellets kaufen.
am Montag, 31.10.2022 - 09:33 (1 Kommentar)

Im Oktober sind die Preise für Holzpellets um mehr als 100 Euro je Tonne gefallen. Und ein Ende des Preisrückgangs ist nicht in Sicht. Allerdings waren die Preise zuvor dramatisch gestiegen. Einkäufer (auch Großabnehmer) stellen sich nun die Frage, ob man jetzt kaufen sollte oder lieber noch etwas abwartet. Zuletzt sind die Preise jede Woche um 20 Euro je Tonne gefallen und kratzen bereits an der 600-Euro -Marke.

pelletpreise fallen.

Ende Oktober mussten Verbraucher nach Aussagen von Händlern etwa 630 bsi 640 Euro je Tonne für Holzpellets zahlen. Das waren 115 Euro weniger als vor einem Monat, als die Preise nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts bei 745 Euro je Tonne lagen. Im September kosteten Pellets zweitweise knapp 800 Euro je Tonne.

Seitdem ging es aber steil um fast 200 Euro nach unten. Trotz der zuletzt deutlich fallenden Preise, von allein im Oktober 15 %, kosten Pellets noch immer mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Damals musste man nur 240 Euro zahlen.

Hintergrund für den Preisrutsch ist nach Einschätzung von Händlern eine sinkende Nachfrage – denn viele Verbraucher haben sich vor dem Winter eingedeckt – und auch der scharfe Preisrückgang bei den übrigen Brennstoffen wie Gas und Heizöl am Spotmarkt zeigt Wirkung. Offenbar beeinflussen die Gaspreise nicht nur die Preise für Strom, sondern auch für andere Brennstoffe.

Fallende Preise für Bauholz und Rezessionsängste lassen einen weiteren Rückgang der Holzpellet-Preise erwarten, sagen Händler. Immer mehr Pellet-Händler berichten deshalb von einer „Normalisierung der Preise“ und vor allem auch der Lieferzeiten.

Die fallenden Preise bringen auch mehr Verbraucher an den Markt zurück. Der Pellet-Markt in Deutschland und Europa wird jedoch weiterhin von vielen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören neben den extrem hohen Preisen für Gas, Strom und Heizöl, auch die Folgen des Kriegs in der Ukraine.

Aus Russland – aber auch aus Weißrussland und der Ukraine - haben die Europäer in den vor dem Krieg reichlich Holz-Pellets importiert. Das ist nun vorbei.

Im Süden sind Pellets am billigsten – Großverbraucher kaufen mit

Beeinflusst wird der Einkaufpreis von Holzpellets hat auch durch die Region bzw. das Bundesland, in dem man lebt. Dies liegt unter anderem daran, wie viel Holz in der Region insgesamt verarbeitet wird, und wieviel davon zu Pellets werden. Am teuersten sind Pellets aktuell im Norden Deutschlands, während man in Bayern und Baden-Württemberg am günstigsten mit Pellets heizen kann.

Pellet-Händler nennen für den Oktober (Monatsmittel) im Süden Deutschlands knapp 60 Euro je Tonne niedrigere Pelletpreise als im Norden und knapp 40 Euro weniger als in der Mitte Deutschlands.

Von den regionalen Unterschieden abgesehen ist das Heizen mit Pellet derzeit günstiger als das Heizen mit Gas – aber nicht unbedingt mit Öl. Dafür müssten die Preise weiter fallen.

Allerdings ist die Anschaffung einer Pelletheizung teurer – im Vergleich zu Gas- und Ölheizungen kostet sie rund doppelt so viel. Und man hat im Vergleich zu einer Gasheizung einen relativ hohen logistischen Aufwand.

Mit dem scharfen Preisrückgang kehren mehr Käufer auf den Markt zurück, der zuvor, aufgrund der sehr hohen Preise, kaum noch attraktiv war, sagen Händler auf Heizpellet24. Die Warenverfügbarkeit im Handel hat sich den Berichten zufolge verbessert.

Stark beeinflusst wird der Markt jedoch durch die hohe Nachfrage von Großverbrauchern. Wegen der Energiekrise haben etliche Unternehmen einen Teil ihres Energie-Bedarfs auf Pellets umgestellt. Die Anfragen für Großmengen sind 2022 offenbar deutlich gestiegen.

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