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Finanzen

Investitionen in der Landwirtschaft rückläufig

Grundgerüst eines Stallneubaus
am Mittwoch, 05.08.2020 - 13:20 (Jetzt kommentieren)

Die Landwirtschaftliche Rentenbank vergab im ersten Halbjahr 2020 weniger Darlehen an Landwirte als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich gestaltete sich der Investitionsrückgang im Bereich der Erneuerbaren Energien.

Mit 986 Mio. Euro verringerte sich die von der Landwirtschaftlichen Rentenbank in der Fördersparte „Landwirtschaft“ ausgezahlte Darlehenssumme gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um 9,3 Prozent. Die Rentenbank betonte, dass sich die Corona-Pandemie durch eine zurückhaltende Investitionstätigkeit auch auf den Finanzmarkt ausgewirkt hat.

Konkret nahmen die Investitionen für Stallbauten und Grunderwerb ab. Bei Maschinen erhöhte sich die Kreditnachfrage dagegen, informiert die Rentenbank.

Ein separates Fördergeschäft der Rentenbank bilden die der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche (Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“). In diesem Bereich ging die Summe der vergebenen Kredite auf 540 Mio. Euro zurück – gegenüber 2019 bedeutet dies eine Abnahme von 7,4 Prozent.

Insgesamt nahm die Summe der ausgehändigten Kredite über alle vier Fördersparten – Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Erneuerbare Energien – um 1,2 Prozent ab. Stellte die Rentenbank im ersten Halbjahr 2019 noch etwa 3,18 Mrd. Euro für alle Bereiche zur Verfügung, sank der Betrag in der ersten Jahreshälfte 2020 auf etwa 3,14 Mrd. Euro.

Ein Drittel weniger Kredite für Investitionen in Erneuerbare Energien

Die letzte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) bremst Investitionen in Windkraft, Fotovoltaik und Biogas nach wie vor deutlich. Von 504 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019 sank die insgesamt in diesem Bereich ausgezahlte Kreditsumme auf 341 Mio. Euro. Der Rückgang betrug somit 32,3 Prozent.

Mehr Investitionen nur in der Ländlichen Entwicklung

Um 27,6 Prozent erhöhten sich die Investitionen in der Sparte „Ländlichen Entwicklung“. Die Landwirtschaftliche Rentenbank stellte insbesondere den Landesförderinstituten Globaldarlehen bereit. Insgesamt beliefen sich die vergebenen Kredite für die Ländliche Entwicklung auf etwa 1,12 Mrd. Euro.

Liquiditätssicherung in Corona-Pandemie

Die Landwirtschaftliche Rentenbank weist auf ihr seit März 2020 angebotenes Liquiditätssicherungsprogramm hin. Betriebe, die von der Corona-Pandemie betroffen sind, können dieses nutzen.

Darüber hinaus vergibt die Rentenbank gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium seit April 2020 verbürgte Darlehen.

Im ersten Halbjahr 2020 betrug die ausgezahlte Darlehenssumme zur Liquiditätssicherung der Betriebe 18,1 Mio. Euro.

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