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Produktion und Förderung

Jungunternehmerin des Jahres: Pute, ohne Wenn und Aber

von , am
12.07.2014

Die Jungunternehmerin und Gewinnerin der Landfrauen-Wettbewerbs, Anne Korte, verbindet Expertenwissen mit Idealismus. Sie konnte den Umsatz im vergangenen Jahr um 22 Prozent steigern.

 
Anne Korte zeigt, dass man einen landwirtschaftlichen Betrieb auch mit einer ungewöhnlichen Geschäftsidee zum Erfolg führen kann, so begründet der Landfrauenverband die Wahl der Jungunternehmerin Anna Korte aus Petershagen. Vor zwei Jahren ist aus der Ernährungs- und Verbrauchermanagerin Anne Korte die Unternehmerin geworden. Mit der Übernahme des elterlichen Betriebes verantwortet sie die Aufzucht, Schlachtung und Vermarktung von 8.000 bis 10.000 Puten und etwa 2.000 Hähnchen. Für den Hofladen und die beiden Verkaufswagen werden wöchentlich je 200 Puten und Hähnchen verarbeitet. Dafür beschäftigt sie neben Familienangehörigen, 15 Vollzeit- und Teilzeitkräfte.

22 Prozent Umsatzsteigerung

Umsatzsteigerung im vergangenen Jahr 22 Prozent, Verdopplung der Kundenzahlen in den vergangenen drei Jahren. Die Zahlen sprechen für sich. Die 27Jährige verfügt über die ganze Bandbreite der Eigenschaften, die junge Unternehmerinnen in der Landwirtschaft brauchen. Achtung vor dem Tier, fachliches Wissen und Durchsetzungskraft und ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Wertschätzung für die Mitarbeiter. Das beweist die ausgebildete Ernährungsmanagerin dadurch, dass sie ihre Mitarbeiter mit mehr Eigenverantwortlichkeit motiviert, als sie vor zwei Jahren mit dem Unternehmen der Mutter auch die Angestellten übernahm.

Transparenz für den Verbraucher

Mit dem Wissen, dass alles in Ordnung ist, schürt Anne Korte das Verbrauchervertrauen. "Dazu gehört absolute Offenheit. Wir gehen auf Kundenwunsch mit ihnen in die Ställe und erklären genau was wir machen. Besonders auf Wochenmärkten ist es wichtig, den Kunden auf Wunsch einen Blick in die Produktion anzubieten."
 
Anne Korte entschied sich nach der Hauswirtschaftslehre, während des Studiums des Ernährung- und Versorgungsmanagements, für den elterlichen Betrieb. Auch, weil sie von dem Konzept der Puten und Hähnchenmast ohne Medikamenteneinsatz und der Herstellung von Wurst- und Fleischwaren ohne Zusatz von Rind - und Schweinefleisch überzeugt ist.
 
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Unternehmerin des Jahres 2014: Vergangenheit und Moderne vereint

 
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