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Produktion und Förderung

Kalidünger ein Drittel billiger als im Vorjahr

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von , am
18.06.2014

Kalidünger (KCL/MOP) ist an den internationalen Märkten so billig wie lange nicht mehr: Zuletzt wurde er im Januar 2008 zu ähnlich niedrigen Preisen gehandelt.

Durch die Wiederaufnahme des Kalibergbaus sind die Anwohner durch die Begleiterscheinungen beunruhigt. © landpixel
Zwar ist Kalidünger aktuell so billig wie seit sechs Jahren nicht mehr - doch der Preisrückgang am internationalen Markt setzt sich erst einmal nicht fort. Die Spotmarktpreise sind im April und Mai an den internationalen Exporthäfen jedenfalls nicht weiter gefallen.
 
Zu ähnlich niedrigen Preisen wie im Mai 2014 wurde Kalidünger (KCL/MOP) an den internationalen Märkten zuletzt im Januar 2008. Von Januar 2014 bis April/Mai 2014 gaben die Kalipreise allerdings noch einmal um etwa 40 US-Dollar je Tonne (USD/t) nach und im Vergleich zum Vorjahr ist das Preisniveau derzeit 30 Prozent (%), beziehungsweise mehr als 100 USD/t niedriger.

Kalipreise in Deutschland zuletzt gefallen

An den deutschen Verladehäfen haben die Spotmarkpreise für Kalidünger (Kornkali) seit April kräftig nachgegeben. Bereits im letzten Herbst 2013 hatte der scharfe Preisrückgang am Weltmarkt auch in Deutschland zu einem Preisrückgang von 30 bis 40 Euro/t auf 245 Euro bis 255 Euro/t geführt. Bis März blieben die Spotmarktpreise für Kornkali (40 % KCl) an den deutschen Ostseehäfen dann fast unverändert.
 
Im April sind die Preise für Kornkali dann an deutschen Ostseehäfen relativ kräftig um gut 40 Euro/t bis auf 290 Euro/t gestiegen. Danach ging es bis Anfang Juni jedoch wieder deutlich bis auf knapp 250 Euro/t nach unten damit in etwa auf den Stand vom letzten Herbst.
 
Im Vergleich zu den Preisen von Juni 2013 ist das derzeitige Niveau 30 bis 40 Euro/t (14 %) niedriger. An den internationalen Märkten beträgt der Abstand zu den Vorjahrespreisen derzeit jedoch fast 30 % und ist damit doppelt so hoch.

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