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Sozialversicherung

Keine Rentenerhöhung für Landwirte im Westen und minimal mehr im Osten

Rentner, auf eine Landschaft mit Bergen im Hintergrund blickend
am Donnerstag, 29.04.2021 - 12:20 (1 Kommentar)

Zum 1. Juli 2021 wird sich bei den Bezügen westdeutscher Rentnerinnen und Rentner nichts ändern. Die Renten im Osten werden sich um 0,72 Prozent erhöhen.

Am Dienstag (27.04.) hat das Bundeskabinett die neue Rentenwertbestimmungsverordnung beschlossen. Die jährliche Rentenanpassungsformel sieht diesmal für die West-Renten keine Veränderung vor. Im Osten werden die Renten nach dem Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz an den Rentenwert im Westen weiter angeglichen.

In der Alterssicherung der Landwirte (AdL) bleibt damit der Rentenwert im Westen von 15,79 Euro bestehen. Von 15,32 Euro auf 15,43 Euro erhöht sich der Rentenwert zum 1. Juli im Osten.

Nach Lohnentwicklung hätten Renten sinken müssen

Ein entscheidender Faktor für die Anpassung der Renten ist die Lohnentwicklung im Vorjahr. Da 2020 die Bruttolöhne wegen der Corona-Pandemie zurückgegangen sind, hätten auch die Renten sinken müssen. Im Westen verhindert jedoch die Rentengarantie ein Absinken der Bezüge. Dies wirkt sich über das Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz auf die Rentenangleichung im Osten aus, die sich an dem Wert im Westen orientiert.  

Außerdem gab es im letzten Jahr mehr geringfügig Beschäftigte, was sich ebenfalls auf die Anpassung der Renten auswirkt. Ohne die Rentengarantie wären die Renten in den alten Bundesländern um 3,25 Prozent gesunken.

Mit Material von Agra Europe (AgE)

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