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Produktion und Förderung

Konjunkturbarometer Agrar: Landwirte positiv gesinnt

von , am
13.04.2011

Berlin - Die Stimmung der deutschen Landwirte hat sich bis Ende März weiter verbessert. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbarometer Agrar hervor.

Die Konjunkurbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes - eine Stimmungskurve, die die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in Form eines Index zusammen­fasst - tendierte im März weiter nach oben. Das Konjunkturbarometer weist einen Wert von 36,2 aus, nach 32,3 im Dezember und 28,2 im September. Gleichzeitig liegt damit der März-Wert nur wenig unter dem bisherigen Bestwert von Dezember 2007 (39,4).

Steigende Pachten und hohe Energie-, Dünge- und Futtermittelkosten als Dämpfer

Die Stimmungs­lage der deutschen Bauern wäre im März sicherlich noch deutlich besser ausgefallen, wären die Kosten für Energie, Dünge- und Futtermittel nicht so stark angestiegen. Auch steigende Pachten dämpften die Stimmung der Landwirte. Bei der Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage, weniger dagegen bei den Erwartun­gen an die künftige Geschäftsentwicklung, stellt das Konjunkturbarometer einen weiteren Aufwärtstrend gegenüber der Dezembererhebung fest.

Gute Stimmungslage bei Ackerbau- und Milchviehbetrieben

Das Stimmungsbild über die aktuelle wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft hat sich nach den Ergebnissen aus März 2011 be­sonders in den Ackerbau- und den Milchviehbetrieben weiter verbessert. Bei den Vered­lungs­betrieben fällt die Lagebeurteilung gegenüber der vorangegangenen Erhebung aus Dezember unverändert aus. Absolut gesehen ist die wirtschaftliche Zufriedenheit bei den Ackerbau- und Milchviehbetrieben etwas besser als in den Veredlungsbetrieben, die im Januar noch wirtschaftliches Opfer der Dioxinkrise waren.
 
Im Hinblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwei bis drei Jahren aber strahlen die Vered­lungs­betriebe ebenso wie die Ackerbaubetriebe größere Zuversicht aus als die Milchviehbetriebe.

Weniger Investitionen in Erneuerbare Energien geplant

Mit der weiteren Aufhellung der Stimmung ist aber keine weitere Erholung der Investitionsbereitschaft der Betriebe verbunden. 42 Prozent der Betriebe wollen nach ihren Angaben aus März in den nächsten sechs Monaten investieren. Das ist etwas weniger als vor einem Jahr bzw. in der vorangegangenen Befragung im Dezember. Das für das nächste halbe Jahr beabsichtigte Investitionsvolumen liegt bei 7,3 Milliarden Euro.
 
Das sind aufgrund stark nachlassender Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien 0,5 Milliarden Euro weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Investitionen in Erneuerbare Energien haben be­sonders bei Photovoltaik- aber auch bei Biogasanlagen deutlich nachgelassen (zusammen -0,9 Milliarden Euro). Vom absoluten Niveau her sind Investitionen in Photovoltaik- und Biogasanlagen mit einem Volumen von 2,4 Milliarden Euro aber immer noch beachtlich. Kräftige Investiti­ons­zuwächse gibt es bei Maschinen, während Investitionen in Wirtschaftsgebäude unver­ändert hoch bleiben.

1.000 Landwirte gaben Auskunft

Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank in einer reprä­sentativen Umfrage ermittelt. Zur aktuellen Befragungsrunde aus März 2011 befragte dazu das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmen.
 
Mehr Informationen zum Konjunkturbarometer Agrar finden Sie hier.
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