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Produktion und Förderung

Konjunkturbarometer: Landwirte wollen investieren

von , am
18.04.2013

Berlin - Stabile Erlöse, ein positiver Blick auf die Zukunft: Das steigert die Investitionsfreudigkeit vieler Landwirte deutlich, wie das neueste Konjunkturbarometer Agrar zeigt.

Der Missbrauch von Werkverträgen soll unterbunden werden. © Mühlhausen/landpixel
Die hiesigen Landwirte bleiben zuversichtlich. Der Index des Konjunkturbarometer Agrar lag im März bei 35,3 Punkten nach 35,1 Punkten im Dezember 2012. Maßgebend dafür sind insgesamt stabile Erzeugerpreise bei wichtigen landwirtschaftlichen Produkten. Das geht aus dem jüngsten Konjunkturbarometer Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für den Monat März hervor.
 
Die im nächsten halben Jahr geplanten Investitionen steigen auf 6,2 Milliarden Euro. 0,9 Milliarden Euro mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Das meiste Geld fließt in Ställe und Stalltechnik

Landwirte wollen ihr Geld vor allem in Ställe und Stalltechnik stecken. Der Umfang der dafür geplanten Investitionen liegt mit 4,1 Milliarden Euro um 0,5 Milliarden Euro über dem entsprechenden Vorjahresstand.

Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage hat sich nochmals verbessert, vor allem in den Futterbau- und Veredlungsbetrieben. Die Beurteilung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung ist etwas vorsichtiger als noch im Dezember. In den Veredlungsbetrieben wird die künftige Entwicklung etwas günstiger beurteilt als in den Futter- und Ackerbaubetrieben.

Investitionsbereitschaft in erneuerbare Energien sinkt

Mit 0,6 Milliarden Euro fallen die für das nächste halbe Jahr geplanten Investitionen in erneuerbare Energien zwar genauso hoch aus wie im Vorjahr. Im Zeitvergleich aber fällt dieses Investitionsniveau relativ niedrig aus.
 
Investitionsplanungen in Photovoltaikanlagen sind weiter rückläufig, während die beabsichtigen Investitionen in Biogasanlagen im Jahresvergleich unverändert geblieben sind.
Die geplanten Maschineninvestitionen sind deutlich angestiegen, und zwar um 0,2 auf 1,1 Milliarden Euro. 

Risikofaktor Energie-, Düngemittel-, Futter- und Pachtpreise

Die Frage nach der Zukunft wird seit Mitte 2009 betriebsformenübergreifend mit relativ gleichbleibender verhaltener Zuversicht beantwortet. Von den Energie-, Düngemittel-, Futtermittel- und Pachtpreisen geht aus Sicht der befragten Betriebsleiter weiterhin der höchste Kostendruck aus.

Schlechtes Zeugnis für nationale Agrarpolitik

Die EU-Agrarpolitik liegt bei den Landwirten nicht besonders hoch im Kurs. Der aktuelle März-Wert fällt gegenüber dem Dezemberwert unverändert schlecht aus. Auch die Wettbewerbsverhältnisse innerhalb der EU werden weiter sehr kritisch gesehen. Verschlechtert allerdings hat sich der entsprechende Wert zur nationalen Agrarpolitik.
 
Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Zur aktuellen Ausgabe befragte dazu das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmen.

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