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Auszahlungsprobleme in Brandenburg

Landesbauernverband fordert umgehende KULAP-Auszahlung

Magerwiese © Dr. Gottfried Briemle/Wikicommons
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Julia Eder , agrarheute
am
17.06.2016

In Brandenburg warten Landwirte noch immer auf die Auszahlung von KULAP-Mitteln und Ökoprämien. Bioverbände und der Landesbauernverband verschärfen nun den Ton.

Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsäger hatte den brandenburgischen Landwirten den Juni für die KULAP-Auszahlung noch vor einem Monat zugesichert. Der Grund für die Verzögerung sind laut Ministerium Probleme mit der neu installierten Auszahlungssoftware. In den vergangenen Jahren wurde bereits im März oder April ausgezahlt.

Der Landesbauernverband und der Agrarpolitische Arbeitskreis Ökologischer Landbau Brandenburg fordern nun Minister Vogelsänger auf, die Auszahlung der Mittel möglichst umgehend zu veranlassen.

"Landesregierung scheitert an eigenen Anforderung"

Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbands fordert: "Die ständig steigende Bürokratisierung muss endlich aufhören. Wir als Praktiker müssen bei der Antragsstellung immer rechtzeitig auf die neue Antragstechnik umzurüsten und Stichtage einzuhalten, sonst wird sanktioniert. Aber die Landesregierung scheitert selbst an ihren Anforderungen."

Verzögerung auch bei Ökoprämie

Erste Betriebe wurden jetzt darüber informiert, dass auch die Auszahlung der Ökoprämien nicht mehr im Juni erfolgen wird. Sascha Phillipp, Sprecher des Agrarpolitischen Arbeitskreises des Ökologischen Landbaus Brandenburg, sagt dazu: "Wir wissen, dass die Landkreise ihre Hausaufgaben gemacht haben und der eigentlichen Zahlung nichts mehr im Wege steht. Alles hängt jetzt an der Computertechnik und wir bekommen unsere Leistungen, die wir schon im Jahr 2015 erbracht haben, noch immer nicht honoriert."

Liquidität gefährdet

Aufgrund der seit Wochen angespannten Situation in der Landwirtschaft, ist die Liquidität auf vielen Betrieben gefährdet. Betriebsausgaben müssen getätigt werden und dafür werden die Zahlungen der Umweltleistungen dringend benötigt.

Wiesenmeisterschaft 2015: Die schönsten Wiesen

Bocksbart, Salbei und Klappertopf auf der Wiese von Familie Grenzebach, Wiesenmeisterschaft 2013 © Sabine Heinz
Die Bewertung der Wiesen für die Meisterschaft 2015 ist abgeschlossen und der Sieger gekürt. © M. Betzler
Highlandrinder auf der grünen Weide. © Sabine Heinz
Mit dem Wettbewerb sollen die Leistungen der Landwirte, die artenreiche Wiesen erhalten und in ihrem landwirtschaftlichen Betriebskreislauf nutzen, in der Öffentlichkeit gewürdigt werden. © Sabine Heinz
Skabiosenblüte auf der Wiese von Familie Seemüller, Wiesenmeisterschaft 2013 © LfL Bayern
Artenreiche Wiese von Familie Braun mit Pippau, Salbei und Mageriten, Wiesenmeisterschaft 2010 © LfL Bayern
Mähweide von Familie Schmid mit Blick auf die Grenzmühle, Wiesenmeisterschaft 2014 © LfL Bayern
Betrieb Breunig in Schneeberg: Ein Blick in die Landschaft. © M. Betzler
Jury in Aktion auf dem Betrieb von Chrisitan Müller in Dammbach - Schafweide. © M. Betzler
Weickartswiese © M. Ruppaner
Den ersten Preis erhielten Kerstin und Werner Müller aus Partenstein im Landkreis Main-Spessart. Die Mutterschafhalter (Merino-Landschafe, Heidschnucken, Suffolk) überzeugten die Jury mit der "Weickertswiese" bei Rechtenbach, einer wichtigen Teilfläche im kooperativen Naturschutzkonzept "Weickertswiese". © Inge Steidl
Beim Naturschutzkonzept "Weickertswiese" handelt es sich um die höchstgelegene Rodungsinsel im ganzen Spessart mit noch großflächigen Mager- und Feuchtwiesen. © Inge Steidl
Den zweiten Preis erhielten Christian Fischer und Herbert Adrio von der "Pfadackerhof GbR" aus Weickersgrüben im Landkreis Main-Spessart für ihre einschürige Wiese "Betlesgrund". Die 0,65 ha große Fläche dient ausschließlich zur Heugewinnung und darf nicht vor dem 1. Juli gemäht werden. © Inge Steidl
Der dritte Platz ging in den Landkreis Miltenberg zu Michael Breunig aus Schneeberg. Prämiert wurde die ein- bis zweischürige Heu- und Grummetwiese "Wolfsacker" im Wasserschutzgebiet, die seit vielen Jahren düngerfrei bewirtschaftet wird. © Inge Steidl
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