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Produktion und Förderung

Landgesellschaften stellen deutlich mehr Förderanträge

© agrar-press
von , am
23.04.2014

Der Bundesverbandes der gemeinnützigen Landgesellschaften hat den Leistungsbericht für 2013 vorgelegt. Demzufolge haben sich die Investitionsförderanträge der Landgesellschaften gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

© Mühlhausen/landpixel
Laut dem Bericht des Bundesverbands BLG "Entwicklung und Tätigkeit der gemeinnützigen Landgesellschaften" lag die Zahl der von den Landgesellschaften im letzten Jahr vorgelegten Anträge auf Agrarinvestitionsförderung mit 977 doppelt so hoch wie 2012. Die Zunahme resultiert dem BLG zufolge überwiegend aus einer Vervierfachung der Anträge der bayerischen Landgesellschaft bbv LandSiedlung. Ausgewirkt hat sich dabei in erster Linie die Anhebung der Förderkonditionen im Freistaat.
 
In Niedersachsen konnten nur zu Beginn des Jahres Anträge auf Investitionsförderung gestellt werden. Zudem verhinderten Antragsstopps in Thüringen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt eine größere Inanspruchnahme des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFP).
 

Meisten Anträge im Milchviehbereich

Der Schwerpunkt der von den Landgesellschaften betreuten Fördermaßnahmen liegt weiterhin im Milchviehbereich. Auf ihn entfielen ähnlich wie im Jahr davor rund zwei Drittel der Antragsvorlagen. Stetig gewachsen ist den vergangenen Jahren das förderfähige Investitionsvolumen. Einen weiteren Schwerpunkt für die Landgesellschaften stellen der Flächenerwerb und die Flächenbevorratung dar. In den alten Bundesländern haben die Landgesellschaften im vergangenen Jahr 2.600 Hektar (ha) landwirtschaftlich genutzte Flächen (LF) erworben, in den neuen waren es rund 1.000 ha weniger.
 

Vorkaufsrecht öfter wahrgenommen

Über den größten Bodenbestand im Westen verfügt die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) mit 7.900 ha. In Ostdeutschland rangiert die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mit rund 27.500 ha an der Spitze. Nach wie vor von Bedeutung ist nach Auffassung des BLG das gesetzliche Vorkaufsrecht nach dem Reichssiedlungs- und Grundstückverkehrsgesetz.
 
Laut Tätigkeitsbericht wurde 2013 das Vorkaufsrecht in 924 Fällen mit rund 5.830 ha geprüft. Das bedeutet einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Ausgeübt wurde das Vorkaufsrecht von den Landgesellschaften in 225 Fällen mit rund 1.234 ha. Die Diskrepanz erklärt sich daher, dass die Landgesellschaften zwar interessierte Landwirte finden, die die Flächen erwerben wollen. Sie sind laut BLG jedoch zumeist nicht bereit oder in der Lage, die geforderten hohen Kaufpreise zu bezahlen.
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