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Produktion und Förderung

Landvolk: Agrarland bleibt gefragt

von , am
06.09.2011

Hannover - Ein knappes Angebot treibt den Preis. Mit dieser marktwirtschaftlichen Regel lassen sich die Preissteigerungen auf dem Markt für landwirtschaftliche Grundstücke erklären.

Die BVVG Sachsen-Anhalt wollte eine etwa 2,6 Hektar große Agrarfläche für 29.000 Euro verkaufen. © Franz Haindl/pixelio
Der Landvolk-Pressedienst verweist auf eine Veröffentlichung des Bundesamtes für Statistik, wonach die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke 2010 gegenüber dem Vorjahr bundesweit um 8,7 Prozent angezogen sind. Die höchsten Preissteigerungen verzeichneten danach die neuen Bundesländer, allerdings liegen die Kaufpreise noch deutlich unter dem westdeutschen Niveau.
 
Im Bundesdurchschnitt lag der Kaufpreis bei 11.865 Euro. In den alten Bundesländern überstieg das Durchschnittsniveau mit 18.719 Euro den in den alten Ländern gezahlten Preis in Höhe von 7.405 Euro um mehr als das Doppelte.

Ackerland in NRW am teuersten

Im Ranking der Bundesländer liegt Nordrhein-Westfalen mit 28.051 Euro je Hektar landwirtschaftlicher Fläche an der Spitze. Es folgt Bayern mit 25.866 Euro vor Baden-Württemberg mit 19.824 Euro. Niedersachsen liegt mit 16.716 Euro nahezu gleichauf mit Schleswig-Holstein und damit im Mittelfeld der alten Bundesländer. Das Schlusslicht Saarland rangiert mit 8.706 Euro noch unter dem höchsten in den neuen Bundesländern gezahlten Preis. Er wurde in Mecklenburg-Vorpommern mit 9.187 Euro ermittelt, im Osten Deutschlands sind die Flächen in Brandenburg mit 6.334 Euro am günstigsten zu erwerben.

Geringe Verkaufsbereitschaft

Die sogenannte Flächenmobilität, also die Bereitschaft zum Verkauf von Agrarland, war in den meisten Bundesländern durchaus geringer ausgeprägt als im Vorjahr. Bundesweit ging sie um 0,7 Prozent zurück, Ausreißer waren Schleswig-Holstein in den alten und Sachsen sowie Brandenburg in den neuen Bundesländern. Die Flächenausstattung zählt für landwirtschaftliche Betriebsleiter zum wichtigsten Produktionsfaktor. Veränderungen und Wachstumspläne werden aber bevorzugt über die Pacht realisiert, da für den Zukauf in der Regel die finanzielle Liquidität zu knapp ist.
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