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Produktion und Förderung

Landwirte erwirtschaften im Schnitt 67.300 Euro

© Dreiucker/Menzel/pixelio
von , am
04.12.2014

Berlin - Vor der Bundespressekonferenz stellte DBV-Präsident Joachim Rukwied den neuen Situationsbericht vor. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr war vor allem für Milchvieh- und Veredlungsbetriebe erfreulich. Deutliche Gewinnrückgänge werden für 2014/15 erwartet.

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr war vor allem für Milchvieh- und Veredlungsbetrieb erfreulich. Ackerbauern mussten herbe Verluste hinnehmen. © DBV
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, stellte heute den Situationsbericht 2014/15 in Berlin vor. Wie aus dem Bericht hervorgeht lag das Unternehmensergebnis im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2013/14 im Durchschnitt aller Haupterwerbsbetriebe bei 67.300 Euro je Betrieb oder 46.400 Euro je Familienarbeitskraft. Damit ist das Ergbenis um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
 
 
 
Die Nebenerwerbsbetriebe, die rund 51 Prozent aller Betriebe in Deutschland ausmachen, erzielten 2013/14 ein durchschnittliches Unternehmensergebnis von 15.100 Euro, also 5.700 Euro weniger als im Vorjahr. Ausgewertet wurden 1.535 Nebenerwerbsbetriebe, wovon 62 Prozent Ackerbau betrieben. Rukwied betonte allerdings, dass die aufgeführten Buchführungsergebnisse des abgelaufenen Wirtschaftsjahres 2013/14 die aktuelle wirtschaftliche Lage im Herbst 2014 nicht mehr widerspigele.

Milchviehbetriebe 2013/14 mit deutlichem Plus

Je nach Betriebsform fielen die Unternehmensergebnisse sehr unterschiedlich aus. Die Ackerbaubetriebe verzeichneten 2013/14 preisbedingt einen besonders hohen Ergebnisrückgang. Deren Unternehmensergebnis sank um 23 Prozent auf 78.400 Euro. Die Milchviehbetriebe verbuchten ein Plus von 38 Prozent auf 70.500 Euro Unternehmensergebnis. Grund für diese Entwicklung war ein auskömmlicher Milchpreis in 2013 bis Mitte 2014, der bei 39,5 Cent je Liter im Bundesdurchschnitt lag und damit um 20 Prozent höher als im Vorjahr. Die Situation der Veredlungsbetriebe, insbesondere der Schweinehalter, hatte sich 2013/14 leicht verbessert.  Das durchschnittliche Unternehmensergebnis lag bei 73.100 Euro, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.

Biobetriebe: Ergebnissteigerung um sieben Prozent

Das Unternehmensergebnis der Bio-Betriebe hat sich um sieben Prozent auf 69.500 Euro verbessert. Die Agrargenossenschaften erzielten je Arbeitskraft ein Unternehmensergebnis plus Personalaufwand von 39.000 Euro und erreichten damit ein ähnliches Niveau wie die landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe mit 40.900 Euro.

Aussichten für das laufende Wirtschaftsjahr 2014/15

"Für das laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 erwarten wir deutliche Gewinnrückgänge in fast allen Betriebsformen", prognostizierte Rukwied. Niedrigere Betriebsmittelkosten würden die Umsatzrückgänge nur begrenzt abfedern. Stabilere Agrarmärkte sehen Marktexperten erst im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2015. "Die aktuelle Marktschwäche ist jedoch keine Marktstrukturkrise", stellte Rukwied weiter fest. Positive fundamentale Trends seien nach wie vor vorhanden. Dazu zählt das Heranwachsen einer kaufkräftigen Mittelschicht in Schwellenländern wie China, Indien und anderen Drittländern, die Lebensmittel aus Deutschland nachfragt. Diese Märkte bieten teilweise schon heute eine bessere Wertschöpfung als die Vermarktung im heimischen Niedrigpreissegment.
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