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Finanzierung

Landwirte fragen weniger Förderkredite nach

Symbolbild Kredite
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
23.08.2018

Die Nachfrage der Landwirte nach Förderkrediten der Landwirtschaftlichen Rentenbank ist im ersten Halbjahr 2018 zurückgegangen.

Insbesondere Darlehen für Flächenkäufe waren weniger gefragt. Sie gingen um 34 Mio Euro oder fast 13 % auf 237 Mio Euro zurück. Gebäudefinanzierungen blieben mit 377 Mio Euro nahezu auf Vorjahresnivau (380 Mio Euro). Die Finanzierungen von Maschinen nahmen minimal um 9 Mio Euro auf 288 Mio Euro zu.

Insgesamt ging das Fördergeschäft der Rentenbank in der Sparte "Landwirtschaft" im ersten Halbjahr um 5 % auf 1 Mrd Euro zurück.

Deutlich weniger Windkraft-Finanzierungen

In der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ war das Neugeschäft erwartungsgemäß ebenfalls rückläufig und verringerte sich um 54,8 % auf 669 Mio Euro.

Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) führten nach Angaben der Rentenbank insbesondere zu einem deutlichen Rückgang der Windkraftfinanzierungen. Mit 270 Mio Euro (1.241 Mio Euro) lag hier das Neugeschäft nur noch bei rund 22 % des im ersten Halbjahr 2017 erreichten Niveaus.

Höhere Investitionen in ländliche Infrastruktur

Das Neugeschäft in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ stieg deutlich um 44 % auf 637 Mio Euro (443 Mio Euro).

In der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ übertraf die Nachfrage nach zinsgünstigen Darlehen mit 803 Mio Euro ebenfalls deutlich das Niveau des Vorjahreszeitraums von 533 Mio Euro. Ursache dafür war die höhere Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen der Rentenbank, mit denen hauptsächlich Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum finanziert werden.

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