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Investitionen

Landwirte investieren wieder mehr in Boden und Maschinen

am
22.08.2019
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Die Landwirtschaftliche Rentenbank meldet eine verstärkte Nachfrage der Landwirte nach Förderkrediten zur Finanzierung von Boden- und Maschinenkäufen.

Hauptsitz der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Heute legte die Rentenbank in Frankfurt ihre Bilanz für das erste Halbjahr 2019 vor. Die Zahlen zeigen, dass die Landwirte in Maschinen und Flächen investieren, aber weniger in Gebäude und vor allem deutlich weniger in erneuerbare Energien.

Nach eigenen Angaben schloss die Rentenbank im ersten Halbjahr 2019 mit 346,6 Mio Euro um 8 Prozent weniger neue Förderkredite für Gebäudefinanzierungen ab als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Hingegen stiegen die Finanzierungen für Flächenkäufe um 10,6 Prozent auf 261,8 Mio Euro. Auch Maschinenfinanzierungen wurden mit 308,0 Mio Euro stärker nachgefragt, nämlich um 6,8 Prozent.

Insgesamt erhöhte sich damit das Neugeschäft der Frankfurter Bank in der Fördersparte "Landwirtschaft" im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent auf 1,09 Mrd Euro.

Die aktuellen Kreditkonditionen der Rentenbank

Einbruch der Windkraft-Finanzierungen

Windräder auf Ackerfläche

Die Kreditzusagen für Investitionen in erneuerbare Energien sind durch Änderungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) deutlich rückläufig. Erwartungsgemäß ist das Neugeschäft bei Windkraft-Finanzierungen im ersten Halbjahr 2019 regelrecht eingebrochen um mehr als 50 Prozent auf nur noch 126,4 Mio Euro.

Auch Förderdarlehen für Fotovoltaik und Biogas waren weniger gefragt. Insgesamt verzeichnete die Rentenbank in der Sparte "Erneuerbare Energien" einen Rückgang der Neuabschlüsse um rund ein Viertel auf 504 Mio Euro.

Mehr Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum finanziert

Das Neugeschäft in der Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ sank auf 582,7 Mio Euro (637,4 Mio Euro).

Im Bereich „Ländliche Entwicklung“ verzeichnete die Rentenbank, die in diesem Jahr ihr 70jähriges Jubiläum feiert, von Januar bis Juli 2019 hingegen eine erhöhte Nachfrage. Das Neugeschäft wuchs auf 881,3 Mio Euro (802,8 Mio Euro).

Ursache dafür war nach Darstellung des Kreditinstituts insbesondere eine höhere Nachfrage der Landesförderinstitute nach Globaldarlehen der Rentenbank, die hauptsächlich zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen im ländlichen Raum verwendet werden.

Mit Material von Rentenbank
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