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Steuer und Finanzen

Landwirte investieren stärker

© landpixel
von , am
08.08.2011

Berlin - Landwirte nehmen mehr Kredite für Investitionen auf. Der Fremdkapitalbestand in der deutschen Land- und Forstwirtschaft hat Ende März mit 40,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordstand erreicht.

Wer bekommt wieviel? Ab Ende Mai 2015 soll das wieder im Internet stehen. © Mühlhausen/landpixel
Im Vergleich zum Vorjahr waren dies knapp acht Prozent mehr, berichtet der Deutsche Bauernverband mit Hinweis auf Angaben der Deutschen Bundesbank. 82 Prozent des Kreditbestandes sind langfristige Kredite, die der Finanzierung langfristiger Investitionen dienen. Kurz- und mittelfristige Kredite mit einer Laufzeit von unter einem beziehungsweise fünf Jahren spielen dagegen mit einem Anteil von 18 Prozent eine vergleichsweise untergeordnete Rolle (Vorjahr 19 Prozent). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (Kreditlaufzeit unter einem Jahr) machten nach Angaben der Bundesbank Ende März 3,3 Milliarden Euro aus.

Günstiges Zinsniveau

Diese Entwicklung unterstreicht, dass die deutsche Land- und Forstwirtschaft in einem weiter wachsenden Umfang den Einsatz von Fremdkapital als betriebswirtschaftliches Instrument zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Ergebnisse nutzt, schlussfolgert der Bauernverband. Dazu trage auch das nach wie vor günstige Niveau bei den Zinsen bei.

Die meisten Landwirte sind liquide

Diese Einschätzung wird auch von den Ergebnissen des Konjunkturbarometers Agrar des DBV untermauert. Nach der Befragung für das 2. Quartal 2011 wollen die deutschen Landwirte im kommenden halben Jahr 6,3 Milliarden Euro investieren. Etwa 2,4 Milliarden Euro davon werden in erneuerbare Energien, und zwar fast ausschließlich in Fotovoltaik und Biogasanlagen investiert.
 
Der Anteil der Landwirte, die eine angespannte Liquiditätssituation angeben, ist nach dem Konjunkturbarometer mit zwölf Prozent insgesamt zwar relativ gering, bei den unter wirtschaftlichem Druck stehenden landwirtschaftlichen Veredlungsbetrieben (Schweine- und Hühnerhaltung) und den Betrieben im Osten Deutschlands liegt dieser Anteil jedoch deutlich höher.  
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