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Landwirte in der Schuldenfalle: Das sind die Hintergründe

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am Sonntag, 26.12.2021 - 05:00

Wer seine Landwirtschaft am Laufen halten will, muss Geld in die Hand nehmen. Viel Geld. Und damit beginnt der Kreis aus Schulden und neuen Schulden.

Ein Landwirt, der in seinen Hof investiert, kommt schnell auf Kosten von ein paar hunderttausend Euro. Und auch wenn Landwirte heute mehr Eigenkapital mitbringen als noch vor zehn Jahren, ohne Schulden geht es oft nicht. Der Pferdefuß am Schuldenmachen aber ist, dass es oft noch mehr Schulden braucht, um aus den Schulden herauszukommen.

Schweinehalter stehen vor der Frage: Investieren oder aufgeben

Wie schnell das gehen kann, zeigt das Beispiel des bayerischen Schweinehalters Horst Graser. „Allein 150.000 Euro muss ich in eine neue Güllegrube stecken und noch mal 150.000 Euro in die dazu gehörige Gülletechnik. Wenn dazu noch die Kastenstände oder die Abferkelbuchten um 60 Prozent vergrößert werden müssen, bedeutet das einen neuen Stall“, sagt er. „Dann müsste ich aber 1 Mio. Euro investieren“, sagte der Landwirt, „oder meinen Beruf aufgeben.“ So geht es anderen auch.

Verbote hemmen Investitionen der Schweinehalter zusätzlich

Damit einher gehen weitere Probleme. So fällt es Landwirten immer schwerer, ihre Investitionen wieder rauszukriegen. Die Halbwertszeit der Investitionen wird immer kürzer, das heißt die Möglichkeit, das eingesetzte Kapital in einem planbaren Zeitraum abzuschreiben. Zudem hemmen mögliche oder geplante Verbote wichtige Investitionen. Und nicht zuletzt bindet beispielsweise auch der Kauf oder die Pacht von Boden wichtiges Kapital. 

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