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Produktion und Förderung

Landwirte setzen verstärkt auf Z-Saatgut

von , am
09.08.2011

Bonn - Wegen der schwierigen Ernte- und Saatbedingungen im Herbst haben Landwirte bei Wintergetreide verstärkt auf Z-Saatgut gesetzt. Insgesamt stieg der Saatgutwechsel um fünf auf 56 Prozent.

Das Aussäen der Sommergerste soll so früh wie möglich stattfinden. Optimaler Saatzeitpunkt: Ende Februar bis Anfang April. © Mühlhausen/landpixel
Auswinterungsschäden und Umbrüche führten im Frühjahr dieses Jahres zu einem Anstieg des Saatgutabsatzes auch bei den Sommerungen. "Der positive Trend belegt, dass Z-Saatgut als hochwertiges Betriebsmittel gerade unter erschwerten Voraussetzungen bei der Aussaat von den Kunden geschätzt wird. Z-Saatgut überzeugt neben seiner Genetik durch verbindliche Qualitätseigenschaften", sagt Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP).

BDP: Brauchen rechtlichen Rahmen für die Nachbauregelung

Die gesetzlichen Standards für die Saatgutvermehrung und Saatgutqualität werden durch brancheninterne Qualitätssicherungssysteme ergänzt, berichtet der BDP. Z-Saatgut biete somit mehrfach kontrollierte Qualität eines leistungsstarken Verbunds aus Züchtung und Saatgutproduktion. Die Anforderungen, die an die Entwicklung moderner Sorten gestellt werden, sind hoch: Krankheitsresistenzen, Frost- und Trockenstresstoleranzen sowie kontinuierlich steigende Erträge. Durch den Einsatz von professionell erzeugtem Z-Saatgut trägt der Landwirt zur Finanzierung der langwierigen und kostenintensiven Saatgutentwicklung bei, so der BDP.
 
"Darüber hinaus brauchen wir unbedingt einen stabilen rechtlichen Rahmen im Bereich der Nachbauregelung. Die angemessene Entlohnung der Züchtungsleistung ist Voraussetzung für kontinuierlichen Züchtungsfortschritt und eine dauerhafte Spitzenposition der deutschen Landwirtschaft in der Getreideerzeugung", so Schäfer.
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