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Risikomanagement

Landwirte sichern sich immer mehr gegen Starkregen ab

Abschwemmung auf einem Feld
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Anke Fritz, agrarheute
am
22.05.2017

Das Wochenende hat es wieder gezeigt. Die Folgen von Unwettern sind teilweise fatal. Landwirte reagieren darauf und sichern sich immer mehr gegen Strakregen und Sturm ab.

Obwohl widrige Witterungsverhältnisse teils schwere Schäden in der Landwirtschaft verursacht hatten, ist das Jahr 2016 für die Vereinigte Hagelversicherung eher moderat verlaufen. Wie der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Langner am vergangenen Donnerstag (18.5.) auf der Mitgliedervertreterversammlung in Nürnberg mitteilte, sind im vergangenen Jahr insgesamt 13,8 Mio Euro in die Schwankungsrücklage geflossen; diese belaufe sich nunmehr auf rund 90 Mio Euro. Dies sei ein wichtiges Polster, auf das die Solidargemeinschaft zurückgreifen könne, um künftige Unwetterfolgen abzufedern.

Langner hob hervor, dass in Deutschland die Landwirte mit einer steigenden Nachfrage nach Starkregen- und Sturmversicherungen auf die zunehmendenWetterkapriolen reagierten. „Versicherungen gegen Sturm und Starkregen machen inzwischen mit 475.000 ha etwa zehn Prozent unserer Versicherungsfläche in Deutschland aus“, stellte der Vorstandschef fest. Dies zeige, dass die Landwirte das Risikomanagement im Zuge des Klimawandels eigenverantwortlich selbst in die Hand nähmen, statt auf den Staat zu hoffen.

Forderung nach Bezuschussung von Mehrgefahrenversicherung

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Vereinigten Hagel, Klaus Mugele, verwies auf die jüngste Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) über die landwirtschaftliche Mehrgefahrenversicherung (MGV). Diese belege, dass aufgrund des massiven Klimawandels bereits drei Viertel aller EU-Mitgliedsstaaten das aktive Risikomanagement ihrer Landwirtschaft unterstützten, indem sie bis zu 65% der Versicherungsprämien gegen Wettergefahren bezuschussten.

„Deutschland hat diesen Weg bislang noch nicht beschritten, obwohl Wetterextreme hierzulande im Schnitt einen jährlichen Schaden von rund 500 Mio Euro verursachen“, kritisierte Mugele. Angesichts der in der laufenden Vegetationsperiode vor allem im Obst- und Weinbau eingetretenen schweren Frostschäden seien die Forderungen der hiesigen Obst- und Weinbauverbände, eine Mehrgefahrenversicherung staatlich zu fördern, mehr als verständlich und aller Unterstützung wert.

Mit Material von Vereinigte Hagelversicherung

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