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Produktion und Förderung

Landwirte spezialisieren sich immer stärker

von , am
14.04.2011

Hannover - Der Trend zur Spezialisierung in der niedersächsischen Landwirtschaft ist ungebrochen. Viehhaltung und Ackerbau finden zunehmendem in weit voneinander entfernten Landesteilen statt.

Ab heute gelten neue Regeln. © Mühlhausen/landpixel
Aus einer Erhebung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen geht hervor, wie stark die regionale Differenzierung der Wirtschaftssektoren bereits fortgeschritten ist. So konzentriert sich die Viehhaltung immer mehr in Regionen, in denen die Veredlung traditionell verankert ist, wie der mittleren Weser-Ems-Region mit 1,9 Großvieheinheiten pro Hektar im Jahr 2007.
 
In diesen Landesteilen mit geringen Betriebsgrößen und ertragsarmen Böden hat sich neben der Veredlung zu Fleisch, Milch und Eiern mittlerweile eine entsprechende Infrastruktur auch in den vor- und nachgelagerten Bereich herausgebildet. Diese Wertschöpfungskette treibt ihrerseits den Trend weiter voran.

Südniedersachsen: Ackerbau

In Südniedersachsen hingegen richten sich die Landwirte auf den Standorten mit weitaus ertragreicheren Böden zunehmend viehlos aus und konzentrieren sich auf reinen Ackerbau. So ging in der Region Braunschweig mit den höchsten Standortbonitäten Niedersachsens der Viehbesatz seit 1991 bereits um 39 Prozent auf 0,27 Großvieheinheiten pro Hektar zurück. Lediglich 0,9 Prozent der niedersächsischen Hühner, vier Prozent der Milchkühe und 3,6 Prozent der Schweine kommen noch aus dieser Region. Auch für die Region Hannover ergibt sich mit einem Rückgang des Viehbestandes seit 1991 um 22 Prozent ein ähnliches Bild. Eine Umkehr des Trends ist bislang nicht absehbar.

Immer mehr Schweine und Hühner

Neben der starken Regionalisierung der Viehbestände innerhalb Niedersachsens ist eine Verschiebung der Vieharten zu verzeichnen. Landesweit ging der Rindviehbestand seit 1991 um rund ein Viertel zurück. Hingegen stiegen die Zahlen von Schweinen und Hühnern deutlich. So wuchsen in der Weser-Ems-Region die Schweinebestände seit 1991 um 28 Prozent und die Hühnerbestände sogar um über 40 Prozent.  
 
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