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Krankenversicherung

Landwirtschaftliche Krankenkasse erhöht Beträge um bis zu 8 Prozent

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
28.12.2015

Auch die Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK) wird für viele Landwirte im kommenden Jahr teurer. Rund 40 Prozent der versicherten Landwirte sind betroffen.

© agrar-press

Der Grund für die Änderungen des Krankenkassenbeitrages liegen vor allem in den höheren korrigierten Flächenwerten, die sich aufgrund der neuen Werte in der Arbeitseinkommensverordnung Landwirtschaft 2016 geändert haben. Dagegen sind die Leistungsausgaben der LKK in 2014 nur um 1,16 Prozent auf knapp 2,3 Mrd. Euro gestiegen.

Nach dlz-Recherchen sind rund 40 Prozent der versicherten Landwirte von einer höheren Beitragsklasse und damit höheren Beiträgen betroffen, teilt die Sozialversicherung der Landwirtschaft (SVLFG) mit. Landwirte, bei denen sich die Beitragsklasse nicht ändert, können indes von stabilen Krankenkassenbeiträgen ausgehen.

Zudem steigen die Beiträge für die höchste Beitragsklasse 20 um rund acht Prozent an. Davon sind alle Betriebe betroffen, die einen korrigierten Flächenwert von über 97.200 € aufweisen. Für das kommende Jahr beträgt der monatliche Beitrag für die LKK in der höchsten Beitragsklasse 575,44 Euro. 2015 betrug er dagegen noch 532,50 Euro. Beiträge für die Pflegeversicherung kommen hier noch hinzu. Die Beitragssätze für die restlichen 19 Beitragsklassen sind indes unverändert geblieben.

Wie die SVLFG mitteilt, werden die Beitagsrechnungen für Unternehmer Anfang Januar verschickt.

Sondermittel bremsen Anstieg ab

Da die ehemaligen regionalen Träger noch über Sondervermögen verfügen, können sich in einzelnen Regionen die Krankenkassenbeiträge leicht ermäßigen bzw. eine Erhöhung abmildern. Der Einsatz der Sondermittel ist aber sehr unterschiedlich.

In den ostdeutschen Bundesländern schießen die regionalen Verwaltungen zum Beispiel 2,40 Prozent zu den Krankenkassenbeiträgen zu. In Baden-Württemberg erhalten Landwirte immerhin einen Zuschuss von 3,52 Prozent. In Bayern bewegen sich die Zuschüsse zwischen 1,64 Prozent (Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben) und 3,31 Prozent (Franken, Oberbayern). In Niedersachsen können sich die Betriebe gar über einen Zuschuss von 5 Prozentt freuen, während in Schlewig-Holstein die Beitragszuschüsse für die Unternehmer nur 1,95 Prozent betragen.  

 

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