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Finanzielle Unterstützung

Liquiditätshilfen: Zweite Runde startet ab 22. Februar

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
18.02.2016

Es gibt eine zweite Runde der Liquiditätshilfen für in Not geratene Milch- und Fleischerzeuger. Diese startet am 22. Februar. Von den knapp 70 Millionen Euro der EU-Kommission sind noch 13 Millionen abrufbereit.

7.830 Anträge der ersten Antragsphase wurden nach Angaben der ausführenden Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zwischenzeitlich vollständig erfasst und weitgehend bearbeitet. Danach steht fest, dass noch rund 13 Millionen Euro für die Zahlung von Beihilfen an in Not geratene Milch- und Fleischerzeuger zur Verfügung stehen. Neue Anträge können deshalb in einer zweiten Antragsphase bis zum 22. März 2016 gestellt werden.

"Die von den niedrigen Erzeugerpreisen besonders betroffenen Milch- und Fleischerzeuger können jetzt neue Anträge für einen Liquiditätszuschuss stellen. Damit verschaffen wir den Betrieben etwas finanziellen Spielraum", erklärt dazu Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Nicht alle Gelder abgerufen

Von insgesamt 69,2 Millionen Euro, die die Europäische Kommission Deutschland zur Verfügung gestellt hatte, bleibe laut BMEL eine Summe von rund 13 Millionen Euro für die zweite Antragsphase abrufbar. Diese dauert vom 22. Februar bis zum 22. März 2016. Dabei bleiben die Voraussetzungen, unter denen landwirtschaftliche Betriebe finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen können, unverändert.

Sollte in der zweiten Antragsrunde die Summe der zu bewilligenden Beihilfen höher sein als die dafür zur Verfügung stehenden Mittel, werden alle Zuschüsse dieser Antragsrunde anteilsmäßig gekürzt.

Mehrheit der Anträge von Milcherzeugern

  • Nach Angaben des BMEL wurden 6.280 Anträge von Milcherzeugern gestellt, auf Tierhalter entfielen 1.550 Anträge.
  • Regional kamen die meisten Anträge aus Bayern (2.499), Niedersachen (1.894) und Nordrhein-Westfalen (1.203).
  • Ein Teil der Anträge musste von der BLE abgelehnt werden, weil die Voraussetzungen für die Beihilfegewährung nicht erfüllt waren, zum Beispiel ein nicht nachgewiesener Preisrückgang von 19 Prozent oder die Vorlage von Darlehensverträgen, die nicht der Verordnung entsprachen.

Die Anforderungen für die Liquiditätshilfen hat sich in der zweiten Vergaberunde nicht geändert

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