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Produktion und Förderung

M-V: Keine neue Bodenkontamination

von , am
12.07.2013

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sind keine neuen Flächen durch das Hochwasser kontaminiert worden. Betroffen waren Böden, die auch schon aus den Vorjahren belastet sind.

Hoch "Antonia" bringt die nächste Hitzewelle. © Martin Wegner/pixelio.de
Nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums von Mecklenburg-Vorpommern ist der Boden durch das Elbehochwasser nicht zusätzlich kontaminiert worden. Das Landesamt für Landwirtschaft, Naturschutz und Geologie sei bei seinem Hochwassermonitoring zu entsprechenden Ergebnissen gekommen. Auf umfangreiche Bodenuntersuchungen der Überschwemmungsflächen will man deshalb verzichten.
 
Auch die bislang vorliegenden Untersuchungsergebnisse zur Wasserbeschaffenheit am Standort Dömitz sind "eher unauffällig". Durch das Sommerhochwasser dieses Jahres wurden nahezu die gleichen Flächen im Abflussprofil der Elbe überschwemmt, für die bereits Bodenuntersuchungen sowie entsprechende Nutzungsbeschränkungen aus den vergangenen Jahren vorliegen.

Über 4.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche untersucht

Seit den 90er Jahren werden Bodenuntersuchungen an der Elbe durchgeführt. Seit 2006 befasst sich eine Facharbeitsgruppe mit Ursachen und Folgen der Elbauenbelastung. Flächenhafte Aussagen hinsichtlich Schwermetall- sowie Dioxin/Furan-Gehalten der Böden (Ober- und Unterboden) liegen für die gesamte mecklenburgischen Elbaue vor.
 
Insgesamt sind 4.681 Hektar (ha) landwirtschaftlicher Nutzfläche untersucht. Für diese Flächen existieren bereits Bewirtschaftungshinweise für eine angepasste Fortführung der landwirtschaftlichen Nutzung. 

Landwirte sollten Nutzungsalternativen prüfen

Die Bewirtschaftungshinweise enthalten Empfehlungen für Landwirte, wie Risiken eines Schadstoffeintrags in Futter- und Lebensmitteln gemindert werden können. Insbesondere nach dem Rückgang des Elbwassers ist die Einhaltung der Bewirtschaftungshinweise besonders wichtig.  Beispielsweise soll die Beweidung und Mahd in Senken, Flutrinnen und Mulden generell unterbleiben.
 
Insbesondere auf dioxinbelasteten Böden sollten Landwirte Nutzungsalternativen wie Energiepflanzenanbau, die Anlage von Kurzumtriebsplantagen oder eine Nutzungsänderung durch Erstaufforstung prüfen.
Dienen die Flächen als Weiden oder zur Futternutzung, gibt es weitere Hinweise, die Sie in oben eingefügtem download lesen können. Trotz der unauffälligen Ergebnisse in den Überschwemmungsgebieten sind die Landwirte aktuell angehalten, auf die Verwertung des Grasschnittes vom ersten Aufwuchs zu verzichten. 
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