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Produktion und Förderung

Marktreport: Erzeuger- und Betriebsmittelpreise im Vergleich

von , am
20.03.2014

Beim Marktreport geht es diesmal um die landwirtschaftlichen Betriebsmittelpreise in Relation zu den Erzeugerpreisen. Grundlage ist eine Erhebung der Preisentwicklung durch das statistische Bundesamt.


Betrachtet man zunächst einmal die Erzeugerpreise so lagen diese in der deutschen Landwirtschaft zum Beginn des Jahres 2014 für fast alle Hauptprodukte deutlich niedriger als im Jahr zuvor. Das trifft insbesondere für Getreide und Ölsaaten zu – aber auch für Schweine und Rinder. Eine Ausnahme bildeten lediglich Milch und Kartoffeln. Bei diesen Produkten waren die Preise Anfang 2014 deutlich höher las im letzten Jahr. Bei Getreide und Ölsaaten beträgt der Rückgang zum Vorjahr zwischen 20 Prozent (%) und 25 Prozent. Bei Rindern und Schweinen zwischen 6 % und 14 %.
Erfreulicherweise sind auch die Betriebsmittel im Vergleich zum letzten Jahr billiger geworden. Allerdings war der Preisrückgang meist nicht so kräftig wie bei den Erzeugerpreisen. Im Durchschnitt kosten Betriebsmittel rund 5 % weniger als im letzten Jahr. Überdurchschnittlich war der Preisrückgang bei Düngemitteln mit etwa 12 % und bei Futtermitteln mit knapp 14 %. Auch Pflanzenschutzmittel und hier vor allem Herbizide wurden billiger.
Allerdings gab es auch Betriebsmittel die sich gegenüber dem Vorjahr verteuert haben. Das gilt unter anderem für Strom - aber auch für landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge sowie für Instandhaltungskosten. Unverändert geblieben sind hingegen die Preise für Veterinärleistungen

Betriebsmittel im letzten Quartal kaum verändert

Anders als im Jahresvergleich sieht die Kostenentwicklung kurzfristig aus - also im letzten Quartal. Hier haben sich die Kosten für Betriebsmittel kaum noch verändert oder sind sogar wieder gestiegen. So haben sich insbesondere Futtermittel in den letzten drei Monaten wieder etwas verteuert. Hintergrund ist ein erneuter Anstieg der Preise für Getreide und Ölsaaten. Dieser Anstieg kommt natürlich auch den Ackerbauern zu Gute. Verteuert haben sich im in den letzten Monaten zudem auch Strom sowie landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge.
 
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