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Produktion und Förderung

Marktreport: Wohin gehen die Preise für N-Dünger?

von , am
27.03.2014

Während die Kontraktpreise an den internationalen Spotmärkten für die nächsten Monate nach unten zeigen, verteuerten sich Stickstoffdünger an den europäischen Importhäfen und im Großhandel.


Dieser Preisanstieg ist jedoch weniger das Ergebnis einer grundsätzlichen Veränderung der Marktverhältnisse als vielmehr das Ergebnis eines eher kurzfristigen Angebotsengpasses.
 
Grund für den Lieferengpass sind die starken Preisschwankungen bei Stickstoffdüngern. Für die Händler bedeuten diese Preisschwankungen enorme Risiken weshalb die Lagerbestände so klein wie möglich sind. In diesem Jahr hat das Frühjahr (und damit die Feldarbeiten) in Europa sehr früh begonnen. Darauf waren weder die Händler noch die großen Hersteller vorbereitet und Stickstoffdünger wurden in Europa vor allem im März knapp.

Kurzfristiger Engpass

Zeitgleich mussten einige große Hersteller in Nordafrika und in Ägypten wegen politischer und wirtschaftlicher Probleme (Gasversorgung) ihre Produkten bzw. den Export drosseln oder ganz einstellen. Damit verknappte sich das Angebot für die Europäer zusätzlich.
 
Für den März ist das Angebot deshalb bei allen Stickstoffdüngern knapp und bei kurzfristigem Bedarf ist sogar mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen. Mittelfristig (ab April) dürften die Preise jedoch wieder zurückgehen, das zeigen zumindest die wichtigsten internationalen Spotmarktpreise.
 
So liegt der Harnstoffpreis am Schwarzmeerhafen Yuzhny für März derzeit bei 325 USD/t und für den April bei rund 300 USD/t und damit wieder so niedrig wie im Herbst 2013. An den deutschen Ostseehäfen lagen die Spotmarktpreise für Kalkammonsalpeter (KAS) im März bei 280 Euro/t und damit rund 10 Euro höher als im Vormonat. Bis April dürften die Preise wegen der angespannten Versorgungslage fest bleiben. Dann ist jedoch auch bei uns mit einer Korrektur zu rechnen.
 
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