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Produktion und Förderung

Mehrgefahrenversicherung: Nachfrage gestiegen

von , am
28.02.2013

Gießen - Die Risikovorsorge gegen Freilandschäden durch Wetterextreme ist seit 2013 von hohen Steuerbelastungen befreit. Individuelle Lösungen können in Anspruch genommen werden.

Aufgrund der extremen Kahlfrostschäden des vergangenen Jahres mussten deutschlandweit über eine halbe Millionen Hektar Getreide umgebrochen werden.
Ernteversicherungen sichern Existenzen und werden seit Jahresbeginn zunehmend in Anspruch genommen. Während die Risikovorsorge im Vorjahr mit einer hohen Prämiensteuer belastet war, gelten ab 2013 für Sturm, Starkregen und Starkfrostversicherungen dieselben deutlich günstigeren Versicherungsbedingungen wie bei Hagel. Mit einheitlich 0,03 Prozent der Versicherungssumme lässt sich diese umfassende Ertragsausfallversicherung für Ackerpflanzen jetzt erheblich günstiger gestalten.
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Wetterextreme nehmen zu

Nach den Erfahrungen durch die extremen Kahlfrostschäden des vergangenen Jahres, als deutschlandweit über eine halbe Millionen Hektar Getreide umgebrochen werden mussten, ist derzeit für einen kleinen Betrag ein großes Ausfallrisiko durch Wettergefahren versicherbar. Durch die Klimaveränderungen nehmen auch orkanartige Böen und Starkregenfälle in einem bisher nicht gekannten Ausmaß zu und dies nicht nur in besonders gefährdeten Gebieten. Im Vorjahr verwüstete ein Sturmtief Ende Juni 60.000 Hektar Maisfläche mit Schäden in Millionenhöhe. Regengüsse von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter überschwemmten ganze Regionen und vernichteten erntereife Bestände. Während sich die Durchschnittsmengen übers Jahr wenig verändern, verteilen sich Niederschläge ungleichmäßiger als früher mit kürzeren Regenperioden und heftigeren Starkregenfällen.

Individuelle Risikovorsorge möglich

Den Bestand abzusichern, ist denkbar einfach: Der Versicherungsnehmer legt einen Bestandswert fest, der sich aus seiner erwarteten Erntemenge und seinem unterstellten Produktpreis je Hektar ergibt. Dieser Hektarwert sollte auch Zuschläge für die Ersatzbeschaffung von Erntegut und anfallende Transportkosten berücksichtigen. Das ist besonders ratsam, wenn Lieferverträge bestehen, die eingehalten werden müssen.
 
Die Vereinigte Hagel bietet maßgeschneiderte Versicherungsprodukte. Sie ermöglichen eine Selbstbeteiligung im Schadenfall sowie eine Versicherungsalternative je Fruchtart per Feldmark oder für den gesamten Betrieb. Versichert ist der konkrete, von besonders geschulten Sachverständigen festgestellte Ertragsverlust. Ist dieser Schaden in einem frühen Vegetationszeitpunkt eingetreten, wird er kurz vor der Ernte nochmals endreguliert. Die endgültig ermittelte Schadenquote ist der Anteil am Hektarwert, der dem Versicherten zeitnah erstattet wird.

Vegetationsreport 2012: Der Jahresrückblick

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