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Steuer und Finanzen

Mehrgefahrenversicherung: Trotz weniger Steuern zu teuer?

von , am
31.07.2012

München - Der Bundesrat will den Steuersatz auf die Mehrgefahrenversicherung auf 0,02 Prozent senken. Ein Anreiz, die Mehrgefahrenversicherung abzuschließen? Wir haben nachgefragt.

Die Crop-Monitoring-Agentur MARS hat die erste Ertragsschätzung für dieses Jahr veröffentlicht. © Mühlhausen/landpixel
Anfang Juli hatte der Bundesrat in einem Änderungsantrag zum Versicherungssteuergesetzt gefordert, dass der Steuersatz auf die Mehrgefahrenversicherung auf 0,02 Prozent abgesenkt wird - das entspricht 20 Cent pro 1.000 Euro Versicherungssumme.
 
Die Länder begründeten ihre Forderung unter anderem mit der vergleichsweise hohen Schadensfrequenz, starken Schwankungen im Schadensverlauf und einer hohen Totalschadensgefahr.


Landwirte reagieren verhalten

Doch würden Landwirte das neue, billigere Angebot überhaupt nutzen und eine Mehrgefahrenversicherung abschließen? Nicht unbedingt, wie eine Befragung unserer Nutzer ergeben hat.
 
Lediglich 28 Prozent würden bei einem Steuersatz von 0,02 Prozent eine Mehrgefahrenversicherung abschließen. Einer knappen Mehrheit - 29 Prozent - wäre auch dieses Angebot noch zu teuer.
 
25 Prozent unserer Umfrageteilnehmer schätzen die Gefahr durch Hagel, Spätfrost, Sturm und Starkregen offenbar nicht allzuhoch ein: Sie "nehmen das Risiko in Kauf".
 
Für 18 Prozent hingegen würde das Angebot hingegen überhaupt keine Rolle spielen. Sie fühlen sich bereits gut versichert.
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