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Produktion und Förderung

Milch- und Schweinemarkt drücken Agrarpreis-Index

von , am
09.01.2015

Bonn - Aufgrund weiter gefallener Preise für Schlachtschweine und Rohmilch hat der Index für deutsche Agrarrohstoffe im Dezember um durchschnittlich 1,9 auf 120,3 Punkte nachgegeben.

© Alexander Yakovlev/fotolia
Nur der kräftige Preisanstieg auf den Getreidemärkten bremste den Rückgang. Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mitteilt, liegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahr inzwischen um 24 Punkte oder 17 Prozent im Minus. Der starke Absturz bis in den November hinein ist somit zwar nicht mehr zu sehen, trotzdem liegt der AMI-Index für Agrarpreise damit auf einem Wert so tief wie im Sommer 2010.

Bei den Schlachtschweinen verhindert die im Verhältnis zur Nachfrage relativ große Angebotsmenge eine Preiserholung. Auch zu Beginn des neuen Jahres sind leicht rückläufige Preise möglich.
Dagegen sollten im Handel mit Jungbullen zumindest stabile Preise realistisch sein. Anfang Januar werden die Bestände an Rindfleisch im Lebensmitteleinzelhandel aufgefüllt und verursachen eine etwas lebhaftere Nachfrage.

    Getreidepreise legen im Dezember ordentlich zu

    Für den Dezember 2014 ermittelte die AMI einen Wert von 120,3 für den Agrarrohstoff-Index in Deutschland. © AMI
    Die Erzeugerpreise für Milch hatten schon im November erneut stark nachgegeben; und auch für Dezember deutet sich keine Trendwende an. Somit dürfte sich der Auszahlungspreis der Molkereien weiter der 30-Cent-Marke annähern und diese in den kommenden Wochen voraussichtlich auch unterschreiten.
    Die Weizenrallye an den Terminmärkten hat die Getreidepreise im Dezember kräftig nach oben getrieben. Die staatlich verordneten Einschränkungen der russischen Weizenausfuhren beflügelte die Hoffnung der anderen Exportländer, wie z.B. Deutschland. Auch am Kassamarkt legten die Preise kräftig zu und mobilisierten damit nicht nur die Nachfrage, sondern befeuerten erstmals nachhaltig die Abgabebereitschaft der Erzeuger.
     
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