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Produktion und Förderung

Monsanto bringt neue Roundup-Generation auf den Markt

Herbizidbehandlung
© agrar-press
von , am
19.02.2014

Düsseldorf - Monsanto will zur Frühjahrsanwendung mit "Roundup Rekord" die dritte Generation des Herbizids in Deutschland auf den Markt bringen. Es besitze "die höchste Wirkstoffkonzentration" aller Zeiten.

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Geschäfte des US-Agrarkonzerns Monsanto stagnieren. © Monsanto
 

 

Als einen der wichtigsten Vorteile bezeichnet Holger Ophoff, Leiter der Zulassungsabteilung Deutschland, Österreich, Schweiz, dass Roundup Rekord mit 720 Gramm (g) Glyphosat je Kilogramm die höchste Wirkstoffkonzentration aller Zeiten besitze.

 

 
Das reduziere die Aufwandmenge um die Hälfte und senke den Lager- und Transportbedarf bei den Händlern um gut 40 Prozent. Das tallowaminfreie Granulat sei darüber hinaus staubfrei, besitze eine gute Löslichkeit und sei nach einer Stunde auf den Pflanzen regenfest.

Hersteller verspricht kurze Wartezeiten

Ein Plus sei auch die gute Mischbarkeit mit anderen Herbiziden und die kurzen Wartezeiten, die bei einjährigen Unkräutern bei sechs Stunden und beim Einsatz gegen Quecke bei zwei Tagen lägen.
 
Monsanto hat für Roundup Rekord umfangreiche Indikationen beziehungsweise Anwendungen für alle Bereichen des Pflanzenbaus bei den zuständigen Behörden beantragt; bis Ende Februar ist laut Konzern in einem breitem Umfang mit Zulassungen zu rechnen.

Monsanto: Glyphosat ist unbedenklich

Bezüglich der öffentlichen Kritik an Glyphosat verwies Monsanto auf eine aktuelle Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), nach dem der fachgerechte Einsatz des Wirkstoffes gesundheitlich unbedenklich ist. In dem laufenden turnungsgemäßen Überprüfungsverfahren auf EU-Ebene gebe es ebenfalls keine Anzeichen, dass der Einsatz von Glyphosat grundsätzlich verboten werde; lediglich in einzelnen Segmenten könnten sich Änderungen ergeben.

    120 Tonnen Glyphosat zur Vorerntebehandlung

    Bezüglich des Einsatzes von Glyphosat in der Vorerntebehandlung zur Abreifebeschleunigung sagte die Leiterin der Unternehmenskommunikation Deutschland, Ursula Lüttmer-Ouazane, dass diese Anwendung in Deutschland mit einer Aufwandmenge von 120 Tonnen der insgesamt verwendeten 5.900 Tonnen kaum Bedeutung besitze und auch von Monsanto nur als Ausnahmebehandlung empfohlen werde.
     
    Lüttmer-Ouazane wies auch darauf hin, dass entgegen anderslautender Berichte der Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft nicht zugenommen habe, sondern längerfristig bei 1,2 Kilogramm je Hektar (kg/ha) liege.

    7,5 Millionen Kundenkontakte geplant

    Die Markteinführung von Roundup Rekord wird Monsanto zufolge von einer umfassenden Marketingstrategie begleitet. "Wir werden alle Kommunikationswege nutzen", kündigte Produktmanagerin Nadine Vogels an. Ziel sei, dass bereits 2014 rund 60 Prozent aller Landwirte mit 80 Prozent der Fläche das neue Produkt kennen würden.
     
    Dafür soll nach ihren Angaben jeder Landwirt im Schnitt 25 Mal über das neue Granulat informiert werden, was insgesamt 7,5 Millionen Kontakte entspreche. Dabei plant Monsanto über die Neuen Medien 3,5 Millionen Kunden und über Anzeigen 3,3 Millionen potentielle Anwender zu erreichen. Hinzu kommen Aktionen über Faxe, E-Mails und Postkarten sowie Beileger in Fachzeitschriften.

    Ziel: 30 Prozent Marktanteil

    Die zeitlichen Schwerpunkte der Kampagne werden zur Vorsaat im März und April, der Vorernte im Juni und Juli sowie vor der Stoppelsaison von August bis Oktober liegen. "Wir wollen Roundup Rekord zum Top-Granulat im deutschen Markt machen", betonte Vogels. Angestrebt wird für die neue Granulatversion nach Unternehmensangaben ein Marktanteil von 30 Prozent, gemessen an allen Rounduprodukten.
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