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Produktion und Förderung

MV: Agrarland wird immer teurer

© agrar-press
von , am
15.07.2013

Schwerin - In Mecklenburg Vorpommern stiegen die Verkaufspreise für Agrarland im Jahr 2012 weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr wurden bei großen regionalen Unterschieden im Schnitt 7,5 Prozent mehr bezahlt.

Lohnt sich der Anbau von Winterweizen? Mit dem Berechnungs-Tool der LfL lässt sich dies schnell herausfinden. © agrar-press
In Mecklenburg-Vorpommern sind für den Kauf eines Hektars landwirtschaftlicher Fläche ohne Gebäude und ohne Inventar im vergangenen Jahr durchschnittlich 12.675 Euro gezahlt worden, was im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 7,5 Prozent (%) bedeutete.

Transaktionen gehen zurück

Wie das Statistische Amt des Landes vergangene Woche weiter mitteilte, stiegen damit im vierten Jahr hintereinander die Aufwendungen für den Flächenerwerb in der Landwirtschaft. Allerdings verringerte sich das Gesamtvolumen der zum Verkehrswert veräußerten landwirtschaftlichen Grundstücke ohne Gebäude und Inventar um 18,4 % auf 18.615 Hektar (ha), wobei die Zahl der betreffenden Transaktionen um 7,6 % auf 1.919 abnahm. Im Mit- tel wurden demnach 9,7 ha erworben. Gezahlt wurden für diese Flächen insgesamt etwa 236 Millionen Euro. Den flächen- und wertmäßig größten Anteil an diesen Verkäufen hatten laut Angaben des Statistikamtes mit 36 % beziehungsweise 42 % die 60 Veräußerungsfälle, bei denen jeweils 50 ha und mehr den Eigentümer wechselten; im Mittel wurden in diesem Segment 112,2 ha je Transaktionsfall verkauft.

Große regionale Unterschiede

Auch pro Hektar wurde bei diesen großflächigen Veräußerungen mit 14.724 Euro über- durchschnittlich viel gezahlt. Das Landesamt verwies außerdem auf die regionalen Unterschiede, die im Berichtsjahr - wie schon in den Vorjahren - deutlich hervortraten: So wurden für die großflächig fruchtbarsten Böden mit einer mittleren Ertragsmesszahl der ausgewerteten Kauffälle von 48,4 im Landkreis Nordwestmecklenburg durchschnittlich 18.394 Euro/ha gezahlt, gut 45 % mehr als im Landesmittel. Am preiswertesten waren aber nicht die landesweit leichtesten Böden im Landkreis Ludwigslust-Parchim, für die im Schnitt 11.179 Euro/ha zu entrichten waren, sondern unbebaute Agrarflächen im Landkreis Vorpommern-Greifswald, für die im Mittel 8.763 Euro/ha gezahlt wurden, 30,9 % weniger als im Durchschnitt des gesamten Landes.
 
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