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Produktion und Förderung

MV: Deutlich weniger Klärschlamm für Agrarflächen

von , am
01.02.2014

Eine Studie zur Klärschlammentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern ergab, dass zukünftig mehrere Tausend Tonnen Klärschlamm für die landwirtschaftliche Verwertung wegfallen.

Im Osten sind die Preise für Agrarflächen in den letzten Jahren enorm gestiegen. © Mühlhausen/landpixel
Ab kommenden Jahr werden Landwirte weniger Klärschlamm einsetzen können. Eine Studie zur "Zukunftsfähigen Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm in Mecklenburg-Vorpommern" weist darauf hin, dass weniger Düngemittel durch Klärschlamm zur Verfügung stehen wird. Die bundesweite Verschärfung einiger mit der Düngemittelverordnung geregelter Grenzwerte führt dazu, dass, nach Ablauf einer Übergangsfrist ab dem Jahr 2015, etwa 30 Prozent des Klärschlamm-Aufkommens in Mecklenburg-Vorpommern bei der gegenwärtigen Qualität nicht mehr landwirtschaftlich verwertet werden kann.

42.000 Tonnen Klärschlamm

Auf den kommunalen Kläranlagen in Mecklenburg-Vorpommern fallen jährlich rund 41.000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm an. Darüber hinaus wird in Mecklenburg-Vorpommern eine jährliche Klärschlammmenge von etwa 11.000 Tonnen aus anderen Bundesländern importiert. Der größte Teil dieser Klärschlämme kommt aus Schleswig-Holstein (insbesondere Lübeck), Niedersachsen und Brandenburg. Insgesamt wird in Mecklenburg-Vorpommern bisher eine Klärschlammmenge von ca. 42.000 Tonnen TS/a auf landwirtschaftliche Nutzflächen aufgebracht.
 
Da Klärschlamm nicht nur Nährstoffreservoir, sondern auch Energieträger sei, müssten Lösungen gefunden werden. So könne Klärgas verstärkt zur Eigenstromproduktion auf Kläranlagen genutzt werden. Beispiele hierfür gebe es in Mecklenburg-Vorpommern bereits, macht Agrarminister Dr. Till Backhaus deutlich.
 
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