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Produktion und Förderung

MV: Höchste Bodenpreise in Ostdeutschland

© landpixel
von , am
03.02.2015

In Mecklenburg-Vorpommern zahlen die Landwirte die höchsten Bodenpreise in Ostdeutschland. Trotz großer regionaler Unterschiede, passen sich die Preise im Schnitt an das BVVG-Niveau an.

Die UN hat 2015 zum internationalen Jahr des Bodens erklärt. © M. Welling/Thünen-Institut
Die Kaufwerte für Agrarland in Mecklenburg-Vorpommern sind im bundesweiten Vergleich am stärksten gestiegen. Zudem werden hier laut Bodenmarkt 7 die in Ostdeutschland höchsten Bodenpreise ausgewiesen. Bestimmender Akteur am Bodenmarkt in Mecklenburg- Vorpommern sei nach wie vor die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) mit einem weiterhin sehr hohen Flächenanteil an den Agrarlandverkäufen, heißt es weiter.
 

Kaufwerte in Mecklenburg- Vorpommern eng an BVVG-Niveau

Veräußerte Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) 2013 zum Verkehrswert (ohne Gebäude und ohne Inventar) in Mecklenburg-Vorpommern. © Bodenmarkt 7
Der von der Statistik ausgewiesene Kaufwert für Flächen der landwirtschaftlichen Nutzung (ohne Gebäude und ohne Inventar) für Mecklenburg-Vorpommern stieg im Jahr 2013 gegenüber 2012 um 1.580 Euro je Hektar (€/ha) auf 14.255 Euro/ha. Damit lag das Preisniveau deutlich höher als beispielsweise in Sachsen-Anhalt mit 11.162 Euro/ha, obwohl dort die Ertragsmesszahlen der Böden im Schnitt deutlich höher sind. Die gegenüber 2012 ausgewiesene Steigerung der Kaufwerte ist die höchste in Ostdeutschland und das, obwohl die BVVG-Kaufwerte in Mecklenburg-Vorpommern nur noch
sehr moderat um zwei Prozent von 16.115 in 2012 auf 16.438 €/ha in 2013 stiegen. Damit lehnen sich
die durchschnittlichen Kaufwerte in Mecklenburg- Vorpommern, anders als in den übrigen neuen Län
dern, eng an das BVVG-Niveau an.

Bodenpreise regional sehr unterschiedlich

Die Kaufwertestatistik für 2013 zeigt, dass die Bodenpreise in Mecklenburg-Vorpommern regional wiederum differieren, wobei die Kaufwerte in Nordwestmecklenburg mit 22.927 Euro/ha bei einer Ertragsmesszahl von 48 weit über dem Landesdurchschnitt und die in der Region Vorpommern-Greifswald mit 9.492 Euro/ha (EMZ 36,6) deutlich darunter liegen. Die Faktoren für diese Differenzierung sind vielfältig und lassen sich nur zum Teil aus den unterschiedlichen Bodengüten ableiten.
     
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