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Produktion und Förderung

MV: Investitionsförderung vor allem bei Milchviehhaltern

von , am
17.10.2014

Schwerin - Im Übergangsjahr 2014 wurden in Mecklenburg-Vorpommern beim Programm zur Investitionsförderung rund zehn Millionen Euro aufgerufen. Mehrheitlich von den Milchviehhaltern.

Die neuen Anforderungen bei der Güllelagerkapazität machten sich auch bei den Anträgen im Rahmen des AFP bemerkbar. © Mühlhausen/landpixel
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern wurde die Übergangsförderung bis zum tatsächlichen Start der neuen Förderperiode ab 2015 von den Landwirten sehr gut angenommen. Ziel sei ein hin zu mehr
  • Tierartgerechtigkeit sowie
  • Klima- und Umweltschutz
Mehr als 60 Anträge über zirka zehn Millionen (Mio.) Euro Fördermittel wurden demnach im Rahmen des Agrarinvestitionsförderprogramms (AFP) gestellt, die insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 39 Mio. Euro auslösen.
 
Eine Besonderheit dieses Jahr seien die Fördermöglichkeiten zur Schaffung von neun Monaten Güllelagerkapazität. Diese Vorhaltezeit wird nach der Novellierung der bundesdeutschen Düngeverordnung zwingend erforderlich sein, auch um Strafzahlungen an die EU-Kommission zu vermeiden. "Manchmal muss man die Landwirte vorausschauend zu ihrem Glück zwingen. Daher haben wir die neun Monate Güllelagerkapazität als Fördervoraussetzung festgelegt", sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus aus.

Investitionsförderung: Niedersachsen mit ähnlichen Schwerpunkten

Ebenso gelten im AFP Vorgaben, die über die rechtlichen Mindeststandards im Umwelt- und Tierschutzbereich hinausgehen. Außerdem sind weiterhin zwei Großvieheinheiten als Grenze für den maximalen Viehbesatz pro Hektar festgelegt. "Wir wollen eine bäuerliche, bodengebundene Landwirtschaft mit unserem Programm unterstützen. Interessant ist dabei, dass Niedersachsen unsere Grundsätze nun übernommen hat", erklärte Minister Backhaus weiter.
 
 

Modernisierung im Milchviehbereich

Die überwiegende Zahl der Anträge - nämlich 46 - stammen aus dem Milchviehbereich. Sie umfassen vor allem Modernisierungsmaßnahmen und die Güllelagerkapazitäten. Die anderen Anträge kommen aus dem Gemüse- oder Kartoffelanbau bis hin zur Pferdehaltung.
 
Seit 2014 können Junglandwirte im Rahmen des AFP zudem einen Extra-Bonus beantragen. Den erhalten in diesem Jahr fünf junge Leute vor dem vollendeten 40. Lebensjahr.
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