Login
Steuer und Finanzen

MV: Minister greift Milchvieh- und Schweinehalter unter die Arme

von , am
05.08.2015

Aufgrund der schwierigen Marktlage bei Milch und Schweinefleisch will der Agrarminister Mecklenburg-Vorpommerns seine Landwirte entlasten. Einzelne Betriebe können nun unter anderem eine Stundung der Steuerzahlungen beantragen.

Bevor betriebswirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden, muss die Ist-Situation analysiert werden. © Mühlhausen/landpixel
"Aufgrund der guten Ernte der vergangenen beiden Jahre und der damit verbundenen relativ hohen Gewinne in den Jahren 2013 und 2014 sind in diesem Jahr bei vielen Betrieben der Landwirtschaft weitere Nachzahlungen und eine erhöhte Vorauszahlung für die diesjährige Steuer erforderlich. Dies belastet dort zusätzlich die ohnehin schon angespannte Liquiditätssituation. Ich bin daher dem Finanzministerium sehr dankbar, dass auf Antrag beim zuständigen Finanzamt einzelfallbezogen eine Anpassung der Vorauszahlungen und eine Stundung der Zahlungen erfolgen können", so Dr. Backhaus.
 

Rentenbank bietet Hilfe bei Liquiditätsproblemen

Auch das Liquiditätshilfeprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank des Bundes sowie das Bürgschaftsprogramm des Landes sollen bei finanziellen Problemen der Veredelungsbetriebe weiterhelfen. Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle Landwirtschaftsbetriebe, die die 2-Großvieheinheiten-Grenze nicht überschreiten. Es werden dabei Umlaufmittelkredite als auch Kredite für Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter verbürgt.
 

Stundung der Pachtzahlungen

"Außerdem weise ich darauf hin, dass Pächter von Landesflächen bei der Landgesellschaft Anträge zur Stundung der Pachtzahlungen stellen können. Wir werden diese Anträge dann zügig bearbeiten. Wir wollen damit die Landwirtschaftsbetriebe entlasten. Gleichzeitig muss der Lebensmitteleinzelhandel mit den Preisschlachten aufhören. Sonst geht auf lange Sicht die Landwirtschaft in Deutschland auf den Abgrund zu. Darunter leiden Qualität und Tierschutz. Wir werden daher auch auf der nächsten Agrarministerkonferenz in Fulda über die aktuelle Marktlage sprechen", sagte der Minister.
 
Auch interessant