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Produktion und Förderung

Nachhaltige Tierhaltung: Niederländer gründen Allianz

© landpixel
von , am
15.04.2011

Amsterdam - In den Niederlanden ist eine breite Allianz aus Regierung, Provinzen, Verbänden und der Wirtschaft gegründet worden, um besonders nachhaltige Formen der Tierhaltung voranzutreiben.

75 Prozent der Kühe in NRW stehen in moderen Boxenlaufställen. © Mühlhausen/landpixel
Bis 2023 wollen die Beteiligten eine in allen Belangen tonangebende nachhaltige Tierhaltung entwickeln, die in der Gesellschaft großen Rückhalt erfährt. Kurzfristiges Ziel ist, ab 2015 nur noch nachhaltige Ställe zu bauen. Die Neubauten sollen tier- und umweltfreundlicher werden.

Wirtschaftsministerium fördert Pilotprojekte

Der Allianz gehören das Wirtschafts- und das Umweltministerium, die Provinzen, die führenden Verbände der Landwirte, Schlachtereien, Milchwirtschaft, der Futtermittelhersteller sowie des Tierschutzes und die Rabobank an.
 
Das Wirtschaftsministerium fördert drei Pilotprojekte von "integriert nachhaltigen Ställen" mit insgesamt bis zu 1,5 Millionen Euro.

Stallmodelle mit Klimasteuerung, innovativen Bodenbelägen und Biogaskombinationen

So wird ein integrierter Ferkel- und Maststall besonders tierfreundlich und mit einer "intelligenten" Klimasteuerung ausgestattet. Schädliche Emissionen sollen nicht entweichen.
 
Ein weiterer Schweinestall, das "Konzept Starplus", kombiniert bestehende Techniken der Gülleförderung und der Biogasproduktion miteinander. Der Stall wird mit Tageslicht beleuchtet und verfügt über eine kühlere Außenzone.
 
In einem nachhaltigen Milchviehstall soll ein innovativer Bodenbelag aus Trockenmist und einer atmenden Folie getestet werden. Die Kühe bewegen sich frei im Stall und haben die Wahl zwischen drei Melkrobotern. 

Lösungen gesucht: Nach der Gruppenhaltung kommt der Ferkelschutzkorb (12. April 2011)

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