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Produktion und Förderung

Nebel verhindert Trockenschäden beim Wintergetreide

© Andrea_Kusajda
von , am
05.12.2011

Bad Kreuznach - Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit der letzten Wochen konnten Trockenschäden beim Wintergetreide weitgehend verhindert werden.

Im Süden hält sich gebietsweise Nebel. © Andrea Kusajda/pixelio.de
Die hohe Luftfeuchtigkeit der letzten Wochen, die unter anderem den Autofahrern in Form dicker Nebelfelder zu schaffen machte, ist dafür verantwortlich, dass trotz der langen Hochdruckwetterlage und weitgehend ausgebliebener Niederschläge noch keine erkennbaren Schäden beim Wintergetreide eingetreten sind. Wie die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz weiter feststellte, zeigt sich allein der Raps in seinem Wuchs etwas gebremst, was jedoch eher positiv gesehen werde, da es bei einem zu starken Austrieb unter einer langlebigen Schneedecke zu Fäulnisbildung kommen könnte.
 
Gemischtes Bild bei Deutschlands Landwirten
 
Das Ergebnis der jüngsten agrarheute.com-Umfrage gab ein sehr gemischtes Bild: Auf die Frage "Macht sich die anhaltende Trockenheit bereits bei Ihren Winterungen" bemerkbar?" antworteten 52 Prozent der Teilnehmer mit "Ja, erste Trockenschäden sind bereits erkennbar" und 48 Prozent sagten "Nein, die Kulturen haben noch nicht darunter gelitten".
 
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer hatte sich schon der Oktober in Rheinland-Pfalz mit 160 Sonnenstunden und deutlich unterdurchschnittlichen Niederschlägen von seiner goldenen Seite gezeigt. Die vergleichsweise früh vorgenommene Aussaat habe noch von den vereinzelten Regelfällen der zweiten Oktoberhälfte profitiert, während die Keimung der späten Saaten wegen des nahezu vollständigen Ausbleibens von Niederschlägen im November zunächst etwas unsicher verlaufen sei.
 
Hohe Schäden durch Mäusefraß befürchtet
 
Infolge der hohen Luftfeuchte seien direkte Trockenschäden jedoch ausgeblieben. Hinzu komme, dass Minusgrade in der Nacht den Krankheitsdruck im Zaum hielten. Dagegen erwartet die Kammer hohe Schäden durch Mäusefraß, da sich die Nager infolge der relativ milden Temperaturen zuletzt noch recht aktiv zeigten.
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