Login
Produktion und Förderung

Neue Pachtpreise in MV

von , am
16.04.2013

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern steigt der Pachtzins landeseigener Flächen gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent. Damit liegt der Preis bei 7,50 Euro pro Bodenpunkt und Ackerland.

© Mühlhausen/landpixel
Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat die neuen Pachtkonditionen für landeseigene Flächen bekanntgegeben und dabei den durchschnittlichen Pachtzins gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent (%) angehoben. Wie das Schweriner Agrarressort mitteilt, liegen die Pachtpreise 2013 für neu vergebene Flächen landesweit bei 7,50 Euro pro Bodenpunkt (BP) und Hektar für Ackerland und 3,20 Euro/BP für Grünland.
 
Eine Ausnahme bildet der Landkreis Nordwestmecklenburg, für den der Pachtpreis für einen Hektar Ackerland auf 7,90 Euro/BP festgelegt wurde.

980 Hektar Landesfläche zur Ausschreibung vorgesehen

Die neuen Konditionen gelten für alle Flächen, die 2013 nach Vertragsablauf zur Ausschreibung kommen, beziehungsweise wegen Erfüllung der Verpachtungskriterien an den bisherigen Pächter direkt vergeben werden.
 
Nach Angaben des Ministeriums sind etwa 980 Hektar Landesfläche zur Ausschreibung vorgesehen. "Das ist nur etwas mehr als ein Prozent unseres Gesamtbestandes an Pachtflächen, was die stabile Zusammenarbeit, aber auch die Zufriedenheit unserer Pächter beweist", sagt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

Backhaus: BVVG-Pachtpreissteigerung 'agrarstrukturell nicht vertretbar'

Mit der moderaten Neupachtsteigerung um sieben Prozent gegenüber 2012 bewege sich das Land auf dem Niveau der privaten, kommunalen und kirchlichen Verpächter. Die überdurchschnittliche jährliche Neupachtsteigerung für Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) von rund 15 Prozent schätzt der Minister dagegen als agrarstrukturell nicht vertretbar ein.
 
Laut Backhaus muss das Land bei der Verpachtung einerseits die haushaltsrechtlichen Vorgaben einhalten, andererseits aber auch agrarstrukturelle Belange wie die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum berücksichtigen. Vor allem die viehhaltenden und andere arbeitsintensiven Betriebe seien deshalb gemäß Landtagsbeschluss die Hauptzielgruppe bei der Vergabe von Landesflächen.
Auch interessant