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Altersvorsorge

Wann sich ein neuer Rentenantrag lohnt

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
21.03.2016

Zum Jahreswechsel gab es einige Änderungen für eine Hofabgabe unter Eheleuten. Deshalb kann es sich unter Umständen lohnen, erneut einen Rentenantrag in der Alterssicherung der Landwirte zu stellen.

Die Änderungen der Hofabgabeverpflichtung ab 1. Januar 2016 sollen Landwirten erleichtern, ihr Unternehmen im Zuge des Rentenantrages abzugeben, um die Anspruchsvoraussetzungen zu erfüllen. Wie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) schreibt, wird der zulässige Flächenrückbehalt, um zukünftig eine Rente der Alterskasse zu beziehen, von bislang 25 Prozent auf weniger als 100 Prozent der Mindestgröße angehoben. Die Mindestgröße beträgt beispielsweise für Landwirtschaft acht Hektar und für Forstwirtschaft 75 Hektar.

Bei Abgaben unter Ehegatten wurde die Rente bislang lediglich befristet gewährt. Ab diesem Jahr können auch in diesen Fällen Dauerrenten gewährt werden und Abgaben an einen erwerbsgeminderten Ehegatten oder an einen Ehegatten, der die Regelaltersgrenze erreicht hat, vorgenommen werden. Wegen der geänderten Voraussetzungen kann es sich unter Umständen lohnen, erneut  einen Rentenantrag in der Alterssicherung der Landwirte zu stellen.

Hier lohnt sich ein neuer Rentenantrag

Dies ist laut SVLFG zum Beispiel dann der Fall, wenn einer der Ehegatten in der Vergangenheit bereits eine Rente bezogen hat, diese jedoch wegen des Wegfalls der Voraussetzungen der Abgabe unter Ehegatten im Jahr 2015 oder früher endete. Das kam nach dem alten Recht regelmäßig vor, wenn der weiter wirtschaftende Ehegatte die Regelaltersgrenze erreichte oder bei ihm eine Erwerbsminderung eintrat. Da diese Sachverhalte nach dem neuen Recht nicht mehr schädlich sind, kann hier ein erneuter Rentenanspruch in Betracht kommen.

Aber auch wenn die Abgabe unter Ehegatten daran scheiterte, dass der als Weiterbewirtschafter vorgesehene Ehegatte schon zum geplanten Abgabezeitpunkt die Regelaltersgrenze überschritten hatte oder erwerbsgemindert war, lohnt sich ein erneuter Antrag. Auch hier kann nach dem neuen Recht eventuell ein Rentenanspruch bestehen.

Antrag schnell stellen

Die landwirtschaftliche Alterskasse kann solche Ansprüche nicht von Amts wegen bewilligen. Laut SVLFG benötigt sie dafür einen entsprechenden Rentenantrag des Berechtigten.

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