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Produktion und Förderung

Niedersachsen: AFP-Anträge 2014 im Oktober abgeben

© PeJo/fotolia
von , am
17.09.2014

Hannover - Von 1. bis 30. Oktober nimmt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen die Anträge für das Agrarinvestitionsförderprogramm AFP 2014 entgegen.

Die Broschüre ermittelt aus einer Vielzahl an Daten über Produkt- und Betriebsmittelpreise sowie Saatgut-, Düngemittel- und Pflanzenschutzaufwand. © Mühlhausen/landpixel
Landwirte in Niedersachsen und Bremen, die sich mit dem Gedanken tragen, Fördergelder aus dem Agrarinvestionsförderprogramm, kurz AFP, 2014 zu beantragen, sollten sich den Oktober schon einmal vormerken. Von 1. bis 30. Oktober können die Anträge bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen abgegeben werden. Die dafür zuständige Stelle ist der Geschäftsbereich Förderung, AG 2.1.1, der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Oldenburg, Mars-la-Tour-Straße 1-13, 26121 Oldenburg.

AFP fördert nur noch Investitionen, die besondere Anforderungen erfüllen

Laut LWK sind nur noch Vorhaben förderfähig, die besondere Anforderungen in den Bereichen Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz sowie bei Stallbauinvestitionen im Bereich Tierschutz erfüllen. Die Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Tierplätzen ergeben sich aus der Anlage 1 zur AFP-Richtlinie. Eine erhöhte Förderung erhalte, wer die darüber hinausgehenden Anforderungen der niedersächsischen Anlage 2 erfülle. Für viehhaltende Betriebe gelte, dass - der Viehbestand nach Durchführung der Investition 2,0 GV/ha LF nicht überschreiten dürfe, - bestimmte Obergrenzen bei den Tierzahlen eingehalten werden müssten, - eine Güllelagerkapazität für mindestens neun Monate vorhanden sein müsse. Ein entsprechendes Berechnungsformular für die vorgenannten Bedingungen sowie die Anlagen 1 und 2 stellt die LWK auf ihrer Internetseite bereit.

AFP-Anträge werden mittels Punktesystem gewichtet

Bei Maßnahmen zum Umwelt- oder Klimaschutz müsse eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik um mindestens 20 Prozent durch ein entsprechendes Gutachten belegt werden.
 
Mithilfe eines Punktesystems werde eine Rangfolge aller Anträge gebildet. Dabei seien die Auswahlkriterien so gewichtet, dass sie der Erreichung der Ziele des Programms dienten. Bei der Richtlinie handele es sich noch um einen Entwurf, da das gesamte Programm für den ländlichen Raum seitens der EU noch nicht genehmigt sei. Es seien somit noch Änderungen möglich. Ergänzende Hinweise zur Richtlinie ergäben sich aus dem Einführungserlass, der ebenfalls auf der LWK-Seite zu finden ist. Darüber hinaus stehen den niedersächsischen Landwirten als Ansprechpartner die örtlichen Dienststellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Verfügung. 
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