Login
Produktion und Förderung

Niedersachsen: Datenbank soll Antibiotika herunterschrauben

von , am
18.09.2014

Hannover - Niedersachsen will die Vergabe von Antibiotika in der Nutztierhaltung herunterschrauben. Eine Datenbank soll Tierhalter, Tierärzte und Berater informieren, um Antibiotika-Vergabe zu reduzieren - Nichtzuletzt bedeutet weniger Antibiotika auch weniger Kosten.

Tierhalter sind verpflichtet den Antibiotikaeinsatz in der Datenbank zu melden. © Vet-foto/landpixel.de
Aufgrund der bisher erfassten Antibiotika-Abgabemengen an Tierärzte gilt Niedersachsen bislang bundesweit als Spitzenreiter bei der Vergabe von Antibiotika. Ministerium und Agrarwirtschaft haben sich das Ziel gesetzt, den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung deutlich zu reduzieren.
 
Dabei helfen soll auch eine Datenbank, die das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) zusammen mit dem Landkreis Cloppenburg als Kooperationspartner auf den Weg bringen will. Das teilte das Landwirtschaftsministerium gestern mit. Die AEF-Informationsplattform startet 2015 in Metropolregion Bremen-Oldenburg und soll landesweit nutzbar gemacht werden.

Datenbank zur Antibiotika-Vergabe

Die Datenbank soll landwirtschaftliche Betriebe, Tierärzte und landwirtschaftliche Berater informieren, wie sie die Tiergesundheit verbessern und im nächsten Schritt die Antibiotika-Vergabe deutlich reduzieren kann.
 
Die Einrichtung der Datenbank wird über einen Zeitraum von zwei Jahren vom Land Niedersachsen gefördert. Im Anschluss wird die Plattform der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Verfügung gestellt und damit landesweit nutzbar gemacht. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium möchte das Projekt mit rund 166.000 Euro fördern. Weitere 85.000 Euro sollen durch die Metropolregion Bremen-Oldenburg und rund 34.000 Euro von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zur Verfügung gestellt werden.

Globuli und Co fürs Milchvieh

Auch interessant