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Produktion und Förderung

Norddeutschlands Bauern befürchten massiven Ernteeinbruch

von , am
26.08.2011

Hamburg - Die Landwirte in Norddeutschland ziehen eine düstere Zwischenbilanz für die Ernte 2011. Die Verluste werden mit jedem Tag größer.

 
Der trocken-heiße Frühling und extrem nasse Sommer bescherten vor allem den Bauern aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein massive Ernteeinbrüche. "Die Verluste werden mit jedem Tag deutlich größer", so Werner Schwarz, Bauernverbandspräsident aus Schleswig-Holstein, in der Sendung "NDR aktuell" im NDR Fernsehen. Die Bestände fingen an, zusammenzubrechen, d. h., die Ähren würden herunterfallen und könnten nicht mehr geerntet werden. "In diesem Jahr ist es so, dass wir sowohl im Juli als auch im August den Regen hatten und gar nicht in der Lage waren, unsere Ernte einzufahren.", so Schwarz weiter.
 
Circa 40 Prozent weniger Raps
 
Besonders hart trifft es Raps und Weizen. Während in Niedersachsen nach Recherchen von "NDR aktuell" im Vergleich zum Vorjahr 22 Prozent weniger Raps geerntet wurden, gingen die Erträge in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein um circa 40 Prozent zurück. Auch beim Weizen sieht die Situation vergleichsweise schlecht aus. Der Landvolkverband Niedersachsen beklagt Einbußen von neun Prozent, die Bauernverbände von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein 20 beziehungsweise 30 Prozent.
 
Preiserhöhungen bei Fleisch- und Geflügelprodukten
 
Ertragssteigerungen erwarten die norddeutschen Verbände lediglich beim Mais. Nach Auskunft des niedersächsischen Landvolk-Präsidenten Werner Hilse müssten die Verbraucher zwar nicht mit erhöhten Brotpreisen, dafür aber mit Preiserhöhungen bei Fleisch- und Geflügelprodukten rechnen. "Wir haben im Schweinebereich eine sehr missliche Situation", so Hilse in "NDR aktuell". Bei der Fleischproduktion seien 70 bis 80 Prozent der Kosten auf Futtermittel zurückzuführen. Die Preiserhöhung des Futters ließe wiederum die Verbraucherpreise für Fleisch steigen, so Hilse.

Erntebilanz des DBV: Magere Ernte für die Landwirte

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