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Produktion und Förderung

Nordrhein-Westfalen nicht mit hessischem Futteröl beliefert

von , am
28.02.2011

Wiesbaden - Das mit erhöhten Dioxin-Werten verunreinigte Futteröl eines hessischen Herstellers ging nicht nach Nordrhein-Westfalen. Die Charge wurde an ein Zweigwerk in Baden-Württemberg geliefert.

Die Bundesregierung sieht die Kontrollen von Import-Futtermitteln durch die Länder ausreichend gewährleistet. © Peterfactors/Fotolia
Das habe nach Angaben des hessischen Landwirtschaftministeriums eine weitere Überprüfung der von dem hessischen Hersteller ausgelieferten Öl- /Fettmischungen  ergeben. Das Futteröl wurde zwar an eine Firma mit Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen verkauft, geliefert wurde es jedoch an ein Zweigwerk des Betriebs in Baden-Württemberg. Die Behörden beider Länder wurden über die Erkenntnisse informiert.
 
Wie am Dienstag bekannt wurde, hatte ein hessischer Futterölhersteller 30.000 Liter Futteröl mit überhöhten Dioxin-Grenzwert an einen Futtermittelhersteller in Baden-Württemberg geliefert. Eine der fünf Komponenten des Futteröls war mit Dioxin verunreinigt. Dabei handelte es sich um Kakaobutterfettsäure, die der hessische Hersteller aus den Niederlanden bezogen und verwendet hatte. In der Fettsäure sei ein Dioxin-Gehalt von 2,02 Nanogramm je Kilogramm gefunden worden, teilte das Ministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Der Grenzwert liegt bei 0,75 Nanogramm je Kilogramm.
 
Insgesamt wurden fünf Betriebe beliefert, drei davon in Baden-Württemberg, einer in Brandenburg und einer in der Schweiz. Aufgrund der geringen Einmischquoten von Futteröl in Mischfuttermittel könne eine gesundheitliche Gefährdung für Mensch und Tier ausgeschlossen werden. (hek/pd)
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