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Produktion und Förderung

NRW: 40.049 Euro kostet ein Hektar Acker im Schnitt

von , am
08.10.2015

In Nordrhein-Westfalen sind die Preise für Ararland dramatisch gestiegen. Im Durchschnitt kostet der Hektar über 40.000 Euro. Die Ursache sieht das Ministerium auch in außerlandwirtschaftlichen Kapitalanlegern.

In Nordrhein-Westfalen sind die Preise für Agrarland um 18 Prozent gestiegen. © Mühlhausen/landpixel
Die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. 40.049 Euro mussten im Durchschnitt für einen Hektar Acker oder Wiese bezahlt werden, das sind rund 18 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Im Bundesvergleich liegen die Preise für landwirtschaftliche Flächen in NRW nach Bayern erneut an zweiter Stelle. Im bundesweiten Durchschnitt wurden 18.100 Euro pro Hektar bezahlt. Auch im Bund stiegen die Preise deutlich, allerdings liegt die Teuerungsrate hier mit 10,5 Prozent deutlich unter dem Wert in NRW.
 
 
Innerhalb von nur fünf Jahren stieg der Preis für landwirtschaftliche Flächen in Nordrhein-Westfalen um satte 49 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der vom Landesbetrieb Information und Technik aufgestellten Statistik durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Höchsten Bodenpreise in Regierungsbezirken Münster

Im Jahr 2014 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 3.100 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 4.400 Hektar verkauft, 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die höchsten Bodenpreisewurden in den Regierungsbezirken Münster mit 55.923 Euro je Hektar und im Regierungsbezirk Düsseldorf mit 51.090 Euro je Hektar notiert. Im Regierungsbezirk Köln mussten für Agrarland im Schnitt 38.459 Euro bezahlt werden. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist hier mit 25,6 Prozent NRW-weit absolute Spitze.
 
Die niedrigsten Preise verzeichneten in Westfalen der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Märkische Kreis. Im Rheinland liegen der Rheinisch-Bergische Kreis, die Städteregion Aachen und der Oberbergische Kreis auf den hinteren Plätzen.

"Landwirte können schon lange nicht mehr mithalten"

Nach Beobachtung der Landwirtschaftskammer NRW investieren zunehmend auch außerlandwirtschaftliche Kapitalanleger in landwirtschaftliche Grundstücke, die diese nicht selbst bewirtschaften wollen. "Grund hierfür sind vor allem die enorme Wertsteigerung, die die Verzinsung zahlreicher anderer Kapitalanlagen weit hinter sich gelassen haben", erklärte Dr. Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer NRW. Diese Wertsteigerung sei aber nur zu realisieren, wenn das Land später wieder verkauft werde. Landwirte, die davon leben müssten, was sie auf dem Acker und in ihrem Betrieb erwirtschaften, könnten da schon lange nicht mehr mithalten", so NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel und Berges.
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