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Produktion und Förderung

Osterlämmer sind knapp und teuer

von , am
23.04.2011

Bonn - Zu Ostern ist Lammfleisch in Deutschland traditionell sehr gefragt. Im vergangenen Jahr entfielen auf die Vorosterwoche fast 15 Prozent des jährlichen Lammfleischkonsums.

Schafe bilden mit der Zeit Antikörper gegen das Schmallenberg-Virus und werden dadurch immun. © Mühlhausen/landpixel
Dies zeigen Analysen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) auf Basis des GfK-Haushaltspanels. Der Handel reagiert auf die große Nachfrage und lockt mit entsprechenden Angeboten.
 
Preislich bewegen sich die Aktionen in diesem Jahr deutlich über dem letztjährigen Niveau. Während in der Vorosterwoche 2010 neuseeländische Lammkeule (tiefgekühlt) ab 5,99 Euro je Kilogramm offeriert wurde, liegt das Aktionspreisniveau in diesem Jahr bei 7,99 Euro je Kilogramm. Für frische, gekühlte Ware muss man noch mehr berappen (ab 8,99 Euro je Kilogramm).

Knappes Angebot an Schlachtlämmern

Ursache für die deutlich höheren Preise gegenüber Vorjahr ist unter anderem das recht knappe Angebot an Schlachtlämmern. Entsprechend stetig kletterten die Preise für schlachtreife Lämmer in den vergangenen Wochen nach oben. Zuletzt kosteten pauschal abgerechnete Lämmer im Bundesschnitt rund fünf Euro je Kilogramm. Für junge, vollfleischige Schlachtlämmer bester Qualität muss auch mal deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Vor einem Jahr lag der vergleichbare Preis gut 20 Cent unter diesem Wert, ein höheres Preisniveau wurde das letzte Mal 2002 erzielt. Damit dürfte die Preisspitze aber auch vorerst erreicht sein, denn saisontypisch nimmt die Nachfrage nach Ostern wieder ab.

Geringe Eigenversorgung, Großteil der Importe aus Neuseeland

Über das gesamte Jahr greifen die Deutschen recht verhalten zum Lammfleisch. Der menschliche Verzehr liegt im Jahr durchschnittlich nur bei rund 600 Gramm Schaf- und Ziegenfleisch. Zum Vergleich: Bei Schweinefleisch sind es 39 Kilogramm.
 
Kennzeichnend für den deutschen Lammfleischmarkt ist die geringe Eigenversorgung im Vergleich zu anderen Fleischarten. Im vergangenen Jahr belief sich der Gesamtverbrauch in Deutschland auf knapp 72.000 Tonnen, davon wurden fast 46.000 Tonnen eingeführt. Der Großteil der Importe stammt aus Neuseeland.
 
Mehr Informationen zum Angebot der AMI bekommen Sie unter www.AMI-informiert.de. 
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