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Produktion und Förderung

Pachtpreis: Sachsen-Anhalt führt den Osten an

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von , am
21.04.2015

Mit 259 Euro je Hektar verbucht Sachsen-Anhalt den höchsten Pachtpreis in den neuen Bundesländern. Die Preise für Neupachten liegen allerdings deutlich darüber.

Die Boden- und Pachtpreise steigen immer weiter. Doch wer ist Schuld daran? © landpixel
In Sachsen-Anhalt zahlen die Landwirt die höchsten Pachten in den östlichen Bundesländern. Das zeigen die durchschnittlichen Pachtpreise für 2013. Aktuellere Zahlen liegen derzeit leider nicht vor. Das Statistische Bundesamt weist für landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)  231 Euro je Hektar aus und für Ackerland (AL) mit 259 Euro je Hektar . Die Steigerung gegenüber 2010 fällt allerdings vergleichsweise moderat aus. Sie beträgt in den drei Jahren 33 Euro  bzw. 40 Euro für Ackerland. Stark erhöht haben sich dagegen die Pachtentgelte der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG).

BVVG-Neupachten stiegen um 221 Euro je Hektar

Die Pachten der BVVG stiegen von 2010 zu 2013 für LF von 287 Euro auf 427 Euro je Hektar.  Der Anteil der BVVG-Pachtflächen am Pachtland insgesamt liegt derzeit bei knapp sechs Prozent. Noch drastischer fällt die Erhöhung bei den BVVG- Neupachten aus: Hier stiegen die Entgelte von 371 auf 592 Euro je Hektar oder auf rund 160 Prozent. Der Anteil der Neupacht in Sachsen-Anhalt liegt mit 8,3 Prozent an den Pachtfläche insgesamt etwa im Schnitt der neuen Länder .

Dynamik wird sich fortsetzen

Die zuletzt veröffentlichten Daten zum Bodenmarkt in Sachsen-Anhalt weisen trotz einiger Unstimmigkeiten darauf hin, dass sich die hohe Dynamik fortsetzt und eher noch verstärkt. Für die nächsten Jahre ist weder bei den Kaufwerten noch bei den Pachtpreisen mit einer nachhaltigen Entspannung zu rechnen, zumal auch das Boden- und Pachtpreisniveau in Sachsen-Anhalt trotz der Steigerungsraten seit 2007 im bundesweiten Vergleich im Schnitt noch deutlich unter dem in Agrarländern im früheren Bundesgebiet, etwa in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, liegt. Die Kaufwerte und Pachten für BVVG-Flächen haben dieses allerdings schon erreicht bzw. teilweise überschritten.

Pflugeinstellungen: Drehspindel vs. Hydraulikzylinder

Der Multi-Master 113 5T ist der einfache Standardpflug mit mechanischer Einstellung und Steinsicherung. Er ist für Betriebe geeignet, die meist mit demselben Schlepper pflügen. Bei diesen Pflügen müssen Oberlenker, Stützrad und Neigungswinkel überprüft werden. © Holzhammer
Beim Kuhn Variopflug Vari-Master 153 5NSH werden Neigungswinkel, Arbeitsbreite, Stützrad und Auslösedruck der Steinsicherung von der Kabine aus eingestellt. © Holzhammer
Beim Multi-Master 113 5T hat das Stützrad weniger Abstand zum Boden. Der Pflug wird nicht schmal gestellt, sondern der Rahmen eingeschwenkt. Dadurch hat er immer noch ausreichend Platz zum Drehen. © Holzhammer
Der Vari-Master 153 5NSH stellt zum Drehen die Arbeitsbreite schmal. Der Freiraum ist ausreichend. © Holzhammer
Vorderfurchenbreite und Zugpunkt bestimmen Verschleiß und Zugkraftbedarf. Ist die Innenspur einmal eingestellt, werden Zugpunkt und Vorderfurchenbreite dann kombiniert verändert. Möglich macht dies die Kombieinstellung per Drehspindel. © Holzhammer
Sowohl beim Multi-Master 113 5T als auch beim Vari-Master 153 5NSH muss man dafür per Hand an der Spindel drehen. Sie kann aber auch gegen einen Hydraulikzylinder getauscht werden. © Holzhammer
Der Pflug soll immer im rechten Winkel zur Bodenoberfläche stehen. Beim Multi-Master 113 5T stellt man den Neigungswinkel über Anschlagspindeln ein. Dafür muss man anhalten und den Pflug andrehen, die Spindeln einstellen, den Pflug wieder auf Anschlag drehen und testen, ob die Einstellung passt. © Holzhammer
Den Neigungswinkel des Vari-Master 153 5NSH stellt man mit einem extra Steuergerät ein. Nach dem Drehen geht der Pflug dann jedes Mal wieder in dieselbe Stellung zurück. Den Wert zeigt eine von der Kabine aus gut sichtbare Skala am Ventilblock des Memory-Zylinders an. © Holzhammer
Die Pflugkörperform beeinflusst den Lockerungseffekt, den Zugkraftbedarf, die Fahrgeschwindigkeit und wie die Bodenoberfläche nach der Überfahrt ist. Je steiler das Streichblech, desto lockerer und ebener wird der Boden. © Holzhammer
Der Vorschäler soll die organische Masse von der Oberfläche so in den Erdstrom lenken, dass alles von der Erde bedeckt ist. Dies ist vor allem beim Mais wichtig. Die Tiefeneinstellung sollte bei etwa einem Drittel der Pflugtiefe arretiert werden. © Holzhammer
Die Arbeitsbreite wird beim Multi-Master 113 5T durch Umsetzen der Grindelhalter am Pflugrahmen eingestellt. 35, 40 und 45 cm sind hier möglich. © Holzhammer
Beim Vari-Master 153 5NSH wird die Arbeitsbreite per Hydraulikzylinder stufenlos eingestellt. Die Skala ist von der Schlepperkabine aus zu sehen. Je nach Bodenzustand kann damit schmaler oder breiter gepflügt werden. Praktisch: Die gesamte Einstellvorrichtung ist wartungsfrei und in den Pflugrahmen integriert. © Holzhammer
Beim Multi-Master 113 5T ist der Pflugkörper mit Abreißbolzen gesichert. Sie werden auf Zug belastet und reißen erst bei 3.000 kg Auslösedruck. © Holzhammer
Beim Vari-Master 153 5 NSH kann der Pflugkörper dreidimensional ausweichen: nach hinten, nach oben und zur Seite. Da sie bis 70 cm vom Rahmen auslöst, kommt die komplette Konstruktion ohne Abreißbolzen aus. © Holzhammer
Das Stützrad bestimmt die Arbeitstiefe des Pflugs mit. Der Multi-Master 113 5T war mit einem Pendelstützrad aus Gummi ausgestattet. © Holzhammer
Beim Multi-Master 113 5T wird das Pendelstützrad per Kurbel eingestellt. © Holzhammer
Die Länge des Pflugs bestimmt den Hubkraftbedarf. Der Multi-Master 113 5T ist in der Testausstattung 5,2 Meter lang. © Holzhammer
Der Vari-Master 153 5NSH ist 5,6 Meter lang und verlangt nach einem leistungsstarken Schlepper. © Holzhammer
Der Multi-Master 113 5T kommt mit einem doppeltwirkenden Steuergerät zum Drehen aus. © Holzhammer
Der Vari-Master 153 5NSH belegt drei doppeltwirkende Steuergeräte für Arbeitsbreite, Arbeitstiefe und Drehvorgang. Für die Druckeinstellung der hydraulischen Steinsicherung kommt noch ein doppeltwirkendes Steuergerät hinzu. © Holzhammer
Alle Pflugköpfe sind bei Kuhn einteilig, um Spiel zu vermeiden. Beim Multi-Master 113 5T beträgt die Hohldrehwelle 105 mm. © Holzhammer
Am Vari- Master 153 5NSH hat die Hohldrehwelle 120 mm. Neben dem Turm sitzt die Stickstoffblase für den Auslösedruck der hydraulischen Steinsicherung. © Holzhammer
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