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Agrarzahlungen

Pannenserie GIS-Antrag: Die Probleme hören nicht auf

LPD/Katharina Krenn/agrarheute
am
10.06.2016

Der Ärger um die geobasierte Antragsstellung reißt nicht ab. Die Agraranträge sind zwar abgegeben, aber die Software sorgt weiterhin für Probleme.

Erneut wird Kritik an der Antrags-Software laut, die in Niedersachsen ohne vorherigen Testlauf eingesetzt wurde. Anstoß erregen aktuell die Überlappungen und deren Beseitigung. "Das Programm gibt es nicht her, dass wir so genau arbeiten, wie es die EU wünscht", kritisiert Hans Gerd von Alten-Weddelmann aus Salzdahlum bei Wolfenbüttel.

Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr ergänzt: "Wir Landwirte möchten gern genau arbeiten und nur das beantragen, was uns zusteht, aber die Chance dazu wird uns nicht gegeben."

Das sind die Probleme

Die von der EU gewünschte Genauigkeit der Antragsbearbeitung stößt in der Praxis an Grenzen. Dies sind unter anderem Gründe dafür:

  • langsame Datenleitungen,
  • Verschiebungen der Flächengrenzen durch das Programm während der Antragsbearbeitung sowie
  • Vorabgegenkontrollen.

Gibt es eine Rechtsgrundlage?

Das Landvolk regt an, gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen zu suchen, um den Verdruss bei Antragstellern und ihren Beratern, aber auch bei Bewilligungs- und Kontrollbehörden wieder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Hans Gerd von Alten-Weddelmann stellt außerdem die Frage nach der Rechtsgrundlage, auf der dieses Antragssystem beschlossen wurde.

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