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Produktion und Förderung

Pflanzenschutz beim Raps wirksam einsetzen

von , am
30.03.2012

Auch wenn der Raps den harten Winter in vielen Regionen gut überstanden hat, sind die Bestände teilweise unterschiedlich entwickelt. Es gilt nun die richtige Fungizid- und Wachstumsregleristärke zu finden.

Die Ernteschätzungen für die neue EU-Rapsernte 2017 bleiben sehr unterschiedlich. Raps wird wohl wieder knapp in Europa. © landpixel
Die momentane Situation erfordert bei der Wachstumsregulierung des Rapses das richtige Augenmaß. Stark zurückgefrorene Bestände sollten nicht zu früh und nicht zu stark eingekürzt werden. Im Mittel der Jahre bewegt sich im Raps die Wirtschaftlichkeit der Fungizidmaßnahmen im Grenzbereich, in einzelnen Jahren sind aber deutliche Ertragsabsicherungen festzustellen.
 
Bei der Frage einer Bekämpfung der Weißstängeligkeit in der Rapsblüte spielen die unterschiedlichen Sortenanfälligkeiten eine Rolle. Aber auch die Witterung und die damit verbundenen Infektionsbedingungen zur Blüte haben wesentliche Auswirkungen für die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahme.

Zeitpunkt des Fungizideinsatzes planen

Der Fungizideinsatz im Frühjahr soll die Bestände vor Lager schützen und im gewissen Maße ein vorschnelles Aufschießen der Pflanzen verhindern, um damit die Seitentriebanlangen zu fördern. Der Einsatztermin sollte bei etwa 25 cm Wuchshöhe erfolgen. Förderlich sind Temperaturen von zwölf bis fünfzehn Grad Celsius vom Zeitpunkt der Behandlung bis drei bis vier Tage danach.
 
Für die anstehenden Frühjahrsmaßnahmen hat sich die Palette der mit unterschiedlichen Indikationen im Raps zugelassenen Fungizide nicht geändert. Die letzten Neuzulassungen waren Orius und Tilmor. Diese Mittel gehören zu den Tebuconazol haltigen Mitteln. Orius hat mit 200 Gramm pro Liter Tebuconazol einen geringeren Wirkstoffgehalt als Folicur. Orius ist mit 1,5 Liter pro Hektar zur Blütenbehandlung gegen Sclerotinia zugelassen. Tilmor ist mit 160 Gramm pro Liter Tebuconazol plus 80 Gramm pro Liter Prothioconazol ausgestattet. Tilmor ist mit 1,2 Liter pro Hektar zur Verbesserung der Standfestigkeit und zur Phoma-Bekämpfung zugelassen.
 

Vegetationsreport 2012: Schädlingszuflug im Raps zu erwarten

 
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